Rogätz l Während die Spielidee des neuen Trainergespanns Rene Henicke/Daniel Kolberg/Marcel Kleine mit der Zeit immer besser fruchtete, war die Effizienz teilweise mehr als ausbaufähig. Eine starke Serie zum Ende ließ das Halbjahr dann versöhnlich ausklingen.

Remis zum Auftakt

Die Saisonvorbereitung gestaltete sich vorwiegend erfreulich. Hervorzuheben ist hierbei das mehrtägige Trainingslager, welches in allen Belangen ein voller Erfolg war. Beim Auftaktspiel der Kreisliga zeigte sich dann ein Problem, welches die Concorden im Laufe des Herbstes noch öfters beschäftigen sollte. Trotz klarer Überlegenheit sprang gegen den 1. FC Oebisfelde nur ein 0:0 heraus.

Es folgte ein 2:3 im Kreispokal gegen die höherklassigen Dahlenwarsleber, bei dem eine zweimalige Führung nicht zum Weiterkommen reichte. Das erste Auswärtsspiel, endete mit einem späten 1:1 beim SV Angern.

Der erhoffte erste Saisonsieg kam dann beim souveränen 3:0 gegen Velsdorf zu Stande. Der Spätsommer endete mit einem weiteren Erfolg, dem 3:1-Heimsieg gegen den SV Seehausen. Dies bedeutete einen soliden siebten Tabellenplatz nach acht Punkten aus den ersten vier Ligaspielen.

Herbst verläuft mit Tristesse

Dann folgte ein sehr trister Herbst. Ein 3:6 in Klein Wanzleben, das 0:0 in Hornhausen, ein 3:3 in Irxleben, ein weiteres 1:1 gegen Osterweddingen sowie das 0:3 in Bülstringen und ein äußerst unnötiges 2:3 in Bregenstedt bedeuteten sechs sieglose Spiele in Serie. Dabei waren die Leistungen oftmals deutlich besser als die Ergebnisse, doch letztendlich fehlte einige Male die nötige Effektivität und Cleverness. Dies bedeutete gleichzeitig einen Absturz auf den zehnten Tabellenrang.

In den letzten vier Begegnungen folgten dann allerdings vier Siege, welche die Ausgangsposition für die Rückrunde nochmals deutlich verbesserten.

Knoten platzt zum Abschluss

Während das 1:0 gegen Etingen, das 3:2 in Weferlingen und das 1:0 gegen Oschersleben noch allesamt knapper ausfielen als es der Spielverlauf nötig machte, platzte beim Hinrundenabschluss der sprichwörtliche Knoten. Das hochverdiente 6:1 in Ebendorf war zugleich der mit Abstand höchste Saisonsieg. Damit beendete der SVC das Jahr 2018 auf dem soliden sechsten Rang, mit drei Punkten Rückstand auf den dritten Platz.

Kleine fehlt keine Minute

Insgesamt kamen in den 15 Pflichtspielen 20 Spieler zum Einsatz. Als einziger Akteur hat Torhüter Philipp Kleine keine einzige Minute gefehlt. Sehr erfreulich ist vor allem, dass die beiden Nachwuchskräfte Tim Göske und Michel May, sich menschlich und fußballerisch hervorragend in die Mannschaft eingebracht haben und als Leistungsträger kaum mehr wegzudenken sind. Auch Neuzugang Ali Mohammadi konnte gut integriert werden.

Bei den Torschützen sticht Routinier Florian Jakubzyk mit neun Treffern hervor, während Michel May bereits mit neun Torvorlagen glänzen konnte. Kapitän Fabian Zausig konnte alle drei gegebenen Strafstöße für die Concorden sicher verwandeln. Auch wenn die 24 Gegentore in 15 Partien eine noch etwas zu hohe Quote darstellen, kann man die Umstellung auf die Viererkette zum Saisonstart ebenfalls durchaus als Erfolg verbuchen.

Verletzungen von Becker und Kolberg

Negativ zu erwähnen sind dagegen die Verletzungen von Stammtorjäger Stephan Becker, welcher keine einzige Spielminute absolvieren konnte, sowie der erlittene Kreuzbandriss von Daniel Kolberg beim Spiel in Irxleben. Auch hat sich der ein oder andere „altgediente“ Spieler zum Ende der Hinserie etwas sehr rar gemacht, wodurch die jungen Spieler vielleicht schon mehr eingebunden werden mussten, als es deren Alter eigentlich hergeben sollte.

Mix aus Jung und Alt

Das Durchschnittsalter der Startelf betrug in der Hinrunde erfreuliche 24 Jahre. Damit besteht ein guter Mix aus erfahrenen Säulen und jungen, talentierten Spielern. Des Weiteren trat die Henicke-Elf ihren Gegnern durchweg sportlich fair gegenüber. Ein Verhalten, dass der Mannschaft durch die Verantwortlichen auch jederzeit vorgelebt wird.

Dies belegt auch die Statistik, welche lediglich 19 gelbe Karten und keinen einzigen Platzverweis aufweist.