Haldensleben l Vor einer dürftigen Zuschauerkulisse, die Hälfte davon kam aus Hötensleben, boten der Haldensleber SC II und der SV Hötensleben eine bescheidene Vorstellung. Der SVH musste verletzungsbedingt kurzfristig auf den Einsatz von Dustin Brömse und Andreas Meßner verzichten. Von Beginn an fiel auf, dass die Gäste ihren Gegner überraschender Weise erst tief in der eigenen Hälfte stellten, um dann zu pressen, zumal die U23 von Haldensleben ja nicht unbedingt zu den Spitzenteams in der Staffel zählt.

Die Hausherren nutzten diese Freiräume und konnten in Ruhe von hinten heraus aufbauen. Ihr Manko war jedoch, dass sie daraus keine Torgefahr entwickelten. Im Gegenteil, wenn der SVH mal früher zupackte, wirkten die Gastgeber im Abwehrverhalten sofort verunsichert. Die Torgefährlichkeit der Hötensleber hielt sich aber ebenfalls in Grenzen, denn Ricardo Winkler war vorn meist auf sich allein gestellt, da die nachrückenden Mittelfeldspieler nach dem Pressing zu lange Wege gehen mussten, um vorn für Druck zu sorgen.

Höhepunkte sind rar

Drei Höhepunkte gab es in der ersten Hälfte dennoch zu vermelden, davon zwei für den SVH. In der 14. Minute steuerte Ricardo Winkler aufs gegnerische Tor zu, umspielte den letzten Gegenspieler im Strafraum, scheiterte letztendlich im Abschluss am gegnerischen Keeper. In der 41. Minute konnte sich der SVH-Schlussmann Simon Hehl mit einer starken Parade auszeichnen, als er einen platzierten Distanzschuss aus 25 Metern in den Winkel zur Ecke lenkte. Keine vier Minuten später wurde Ricardo Winkler von Steffen Zacher mit einem genauen Pass in Szene gesetzt. Sein Torabschluss mit dem schwächeren Fuß landete jedoch am Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends. Viele Fehlpässe, ungenaue Abspiele sowie einige Nicklichkeiten führten dazu, dass der Spielfluss beiderseits fast zum Erliegen kam. Von Torgefahr ganz zu schweigen. Bis auf die 62. Minute, als der Gastgeber die Unsicherheit und falsche Zuordnung beim Abwehrverhalten des SVH zum Tor des Tages durch Philipp Krause nutzte. Vielleicht wäre eine frühere Einwechselung des zweiten Stürmers Nick Wiedecke unmittelbar nach dem Gegentreffer vorteilhafter gewesen, um den Angriffsdruck zu erhöhen. Am Ende blieb es beim knappen Sieg der Einheimischen.

Statistik

Haldensleber SC II: Uhlmann - Horsika, E. Peuschel, Krause, Rosenbach, A. Peuschel, Schiefer, Maiberg, Schütte, Schendel, Yemchuk (77. Schmidt)

SV Hötensleben: Hehl - Peine, Künne, Zacher, Hartmann, St. Rzehaczek, F. Kittel, T. Kittel, Winkler, Rudloff (76. Wiedecke), Burchardt.

Tor: 1:0 Philipp Krause

Schiedsrichter: Thomas Wissel (Magdeburg)

Zuschauer: 25