Barleben l Es war für beide Seiten ein aufschlussreicher Test. Die Ummendorfer starteten weitaus später in die Vorbereitung als der Verbandsligist, stellten diesen aber besonders im ersten der drei Abschnitte vor Probleme.

So ergaben sich erste Möglichkeiten für den Gast, der besonders mit seinen schnellen Außen Max Köhler und Niclas Eheleben Tempo machte. Doch Barlebens Torwart Alexis Lenhard erwischte einen guten Tag und fischte auch den Schuss von Torjäger Robin Marschke noch aus dem Eck (20.). Danach fand der FSV offensiv statt. Nach Vorarbeit von Hendrik Romahn hätte Toni Wasylyk die Führung erzielen müssen, doch er vergab kläglich. So ging es torlos in die erste Pause. „Im ersten Drittel waren wir nicht drin, danach war es mit und gegen den Ball deutlich besser“, bewertete Christoph Schindler nach Schlusspfiff.

Zenker macht das Tor

Barlebens Trainer sah kurz nach Wiederbeginn eine gute Balleroberung von Simon Brämer, einen öffnenden Pass von David Spitzer und eine gute Übersicht von Christopher Kalkutschke, so dass Lars Zenker den Ball nur noch ins Tor schieben brauchte. Sieben Minuten später war erneut Brämer der Wegbereiter für den zweiten Treffer. Seine Eingabe verwertete Zenker aus Nahdistanz mit der Hacke.

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Der USV, der ebenfalls fleißig durchwechselte, offenbarte Lücken im Defensivverbund, blieb offensiv aber gefährlich. So traf Eheleben nur die Latte (41.). Kurze Zeit später gelang dem Sacher-Team aber der Anschluss, als Cedrik Staat Lenhard keine Chance ließ.

Partie baut Qualität ab

Danach baute die Partie ein wenig an Qualität ab, der dritte Barleber Treffer war allerdings erstklassig herausgespielt. Ein Zuckerpass von Romahn setzte Kalkutschke in Szene, der Deumeland per Heber sehenswert überwand. Doch Ummendorf kam nochmal. Nach einer Ecke stieg Robin Marschke am höchsten und köpfte zum 3:2 ein. Die nun wieder offener geführte Partie hielt noch zwei weitere Treffer bereit. Zunächst sorgte Valentin Pung für die scheinbare Vorentscheidung, dann Felix Krause mit souveränem Abschluss doch noch einmal für Spannung.

Am Ende blieb es aber beim Barleber Sieg (4:3) unter der nicht immer sicheren Leitung von Schiedsrichter Thomas Wissel.

„Unser aktuelles Problem ist, dass wir noch nicht über die gesamte Spielzeit in unserer defensiven Ordnung stehen, deshalb ist es manchmal zu hektisch“, erkannte Schindler sein Hauptaufgabengebiet bis zum Saisonstart. Mit Fabian Hartmann (Colbitz) wirkte ein weiterer Testspieler mit, der nach dem Test am Sonntag in Brandenburg fest verpflichtet wurde.

Torfolge: 1:0 Lars Zenker (32.), 2:0 Zenker (39.), 2:1 Cedrik Staat (42.), 3:1 Christopher Kalkutschke (67.), 3:2 Robin Marschke (73.), 4:2 Valentin Pung (86.), 4:3 Felix Krause (89.).

Klare Niederlage in Brandenburg

Bereits am Sonnabend um 11 Uhr stand der FSV Barleben wieder auf dem Fußballplatz. Gastgeber war der Oberligist Brandenburger SC Süd. „Wir haben über 75 Minuten die wohl bisher beste Leistung in einem Vorbereitungsspiel gezeigt“, bewertete Schindler das Auftreten seiner Mannschaft. Zwei einfache Fehler führten zu den Gegentoren durch den Ex-Halberstädter Ricky Djan-Okai (26.) und Nicholas Engel (30.). Mitte der zweiten Halbzeit hätte Kalkutschke per Elfmeter den Anschluss erzielen können, doch der BSC-Keeper parierte den Strafstoß glänzend. In der Folge ließen Kraft und Konzentration beim Verbandsligisten nach, so dass der Gastgeber noch zu drei weiteren Treffern kam. „Ich bin mit der Trainingswoche sehr zufrieden“, lobte Schindler sein Team abschließend.