Haldensleben l Der letzte Spieltag der Bördeoberliga steht vor der Tür und die meisten Entscheidungen bezüglich der Tabellenpositionen sind bereits gefallen. Dennoch liefern sich der Flechtinger SV und der Harbker SV Turbine im Tabellenkeller ein enges Rennen um den Ligaverbleib. Durch den Abstieg Hadmerslebens aus der Landesklasse steht nämlich fest, dass drei Mannschaften die Bördeoberliga in Richtung Bördeliga verlassen werden.

Harbke hat Vorsprung

Die bessere Ausgangsposition besitzt in dieser Situation eindeutig der Harbker SV Turbine, der im Tableau zwei Zähler vor Flechtingen liegt und eine um 14 Treffer bessere Tordifferenz aufweist. Bei einem Punktgewinn auf heimischem Platz gegen Niederndodeleben können die Gastgeber den Klassenerhalt am Samstag also aus eigener Kraft perfekt machen. In der letzten Woche schoss sich das Team von Rico Grunwald gegen den Oscherslebener SC bereits warm, als es den Gästen acht Treffer einschenkte.

Sascha Neumann, Trainer des kommenden Gegners, lässt jedoch verlauten, dass man Harbke den Klassenerhalt nicht schenken werde, da auch Niederndodeleben einen positiven Saisonabschluss hinlegen möchte. Er geht dennoch davon aus, dass seine Mannschaft es mit offensiv eingestellten Harbkern zu tun bekommt, die alles für einen Punkt geben werden. „Die acht Tore gegen den OSC waren ein Ausrufezeichen und mahnen uns natürlich auch zur Vorsicht“, erklärt er abschließend.

Sieg für Flechtingen Pflicht

Für den Flechtinger SV ist hingegen ein Sieg Pflicht, wenn man auch in der nächsten Spielzeit in der Bördeoberliga agieren möchte. Obwohl das Team von Claudio Kühn eine sehr gute Rückrunde gespielt und das Vierfache an Punkten (20) im Vergleich zur Hinserie (5) geholt hat, droht nun der Abstieg in die Bördeliga. Im letzten Heimspiel der Saison gegen Eilsleben müssen deshalb unbedingt die drei Zähler her, wobei Harbke seine Begegnung auch verlieren muss.

Dementsprechend schätzt auch Kevin Köhne, Eilslebens Coach, die Spielweise der Flechtinger ein: „Sie werden voll auf Sieg spielen und haben in den letzten Wochen gezeigt, dass die Qualität im Kader durchaus vorhanden ist, um in dieser Liga mitzuhalten. Von daher kann man am Samstag nicht von einem Favoriten oder Außenseiter sprechen.“ Hinzu kommen einige Personalsorgen der Eilslebener, bei denen sich bereits ein Teil der Spieler in der Sommerpause befindet. „Wir werden dennoch für einen versöhnlichen Saisonabschluss spielen und wollen auf keinen Fall für eine Art Wettbewerbsverzerrung sorgen“, versichert Köhne.

Topspiel ohne Bedeutung

Mit Abstiegssorgen hatten der Ummendorfer SV und der SSV Samswegen die ganze Saison über nichts zu tun und seit letzter Woche steht nun endgültig fest, dass diese beiden Teams die ersten Plätze im Tableau belegen werden. Während Ummendorf sich bereits vier Spieltage vor Schluss zum Meister krönte, sicherte sich Samswegen mit einem 4:1 gegen Süplingen am letzten Wochenende Rang zwei. Zum Saisonabschluss steht nun noch einmal die Begegnung „Eins gegen Zwei“ an, in der jedoch keine Spannung bezüglich des Ligabetriebs mehr vorliegt.

Motiviert sind beide Mannschaften dennoch, denn den Ummendorfern könnte ein seltenes Kunststück gelingen: eine Saison ganz ohne Niederlage. Auch wenn Trainer Chris Sacher das Pokalfinale gegen Oebisfelde im Hinterkopf hat und schon ein paar Leistungsträger für dieses Event schonen wird, erwartet er ein offensiv geprägtes Spiel beider Teams, das den Zuschauern viel Freude bereiten könnte.

Samswegen hofft auf Überraschung

In Samswegen hofft man natürlich darauf, dem Ligaprimus ein wenig die Suppe versalzen und Ummendorf am letzten Spieltag noch die erste Pleite zufügen zu können. Hauptsächlich geht es Nico Becker aber darum, dass seine Mannschaft ein schönes Spiel abliefert und beweist, wieso man in der Tabelle so weit oben steht. Auch wenn Martin Belwe, der Abwehrstabilisator Samswegens, nicht mit an Bord ist, kommen die Gäste mit gestärktem Selbstvertrauen nach Ummendorf gereist. Gegen Süplingen stimmte nämlich die Chancenverwertung wieder, so dass dieses Mal wahrscheinlich kein torloses Remis wie im Hinspiel zu sehen sein wird.

Außerdem treten am 30. Spieltag an:

Grün-Weiß Dahlenwarsleben - FSV Barleben II

Oscherslebener SC II - SV Irxleben II

SG Bülstringen - SV Hohendodeleben

Grün-Weiß 1926 Süplingen - Bebertaler SV

SV 1889 Altenweddingen - Blau-Weiß Neuenhofe