Haldensleben l Im ersten Durchgang gab es in den ersten 15 Minuten Magerkost und beide Mannschaften duellierten sich zwischen beiden Strafräumen. Nach der ersten Flanke in den HSC-Strafraum kam Keitel (16.) zum Kopfball und setzte diesen auf die Querlatte. Nun wurde das Verbandsliga-Spitzenspiel deutlich besser und nahm Fahrt auf.

Gegen das gute Stellungsspiel der Gäste fand der HSC in der 23. Minute die erste Lücke. Krauses Flanke fand den Kopf von Siegmund (23.), den Kopfball aber parierte Halles Keeper Guth. Der HSC fand nun immer besser ins Spiel und hatte deutlich mehr Zug zum Tor. In der 38. Minute sollte der Torjubel durchs Waldstadion schallen. Doch nach einer Flanke soll Schunaew (38.) beim Kopfball im Abseits gestanden haben und der Treffer zählte nicht. Eine letzte Gelegenheit vergab Krüger (42.) mit seinem Schuss aus 25 Metern und so ging es torlos in die Kabinen.

Torlose erste Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel ging es genau so weiter und der HSC sollte binnen zwei Minuten zu guten Chancen kommen. Jeweils nach einem Eckball verpassten Duda (49.) und Zimmermann (50.) die Möglichkeit die Blau-Gelben in Führung zu bringen. In dieser guten Phase fiel der Führungstreffer für die Gäste. Nach einem unnötig verursachten Eckball kam Richter (55.) zum Kopfball und traf aus kurzer Distanz zum 0:1 für Halle-Ammendorf.

Nun folgten wütende Angriffe des HSC und es sollte gute Gelegenheiten geben, um den schnellen Ausgleich zu erzielen. Die erste dazu bekam Siegmund (60.), der seinen Schuss aus zwölf Metern um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei setzte. Nur vier Minuten später sollte es die größte Möglichkeit zum Ausgleich geben. Kaschlaw bediente mit starkem Pass Sacher (64.), der völlig frei vor Guth auftauchte, aber das Spielgerät am Pfosten vorbei schob.

Die Uhr tickt für die Gäste

Nun haderte der HSC mit seinen vielen vergebenen Chancen und die Uhr tickte für die Gäste. Wagner stellte sein Team nun auf volle Offensive um. Aber was der HSC auch versuchte, es sollte nicht mehr zum Ausgleich kommen und die clever verteidigenden Ammendorfer setzten in der Schlussminute den Nadelstich.

Nach einem Konter hatte Siegel (90.) freie Fahrt zum Tor und ließ Switala keine Abwehrchance. Somit gewann der BSV Halle/Ammendorf mit 0:2. Positiv kann der HSC die deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Bitterfeld Spiel mit in den kommenden Donnerstag nehmen.

Pokalkracher am Donnerstag

Dann erwarten die Blau-Gelben den Oberligisten 1. FC Merseburg im Waldstadion, wenn es im Landespokal-Viertelfinale sicherlich einen heißen Tanz geben wird. Anstoß am Feiertag wird dann bereits um 13 Uhr sein und der HSC hofft auf ein volles Waldstadion, um die Sensation ins Halbfinale zu schaffen.

HSC-Coach Wagner sagte nach dem Spiel: „Schade, dass wir heute in einem Spiel auf Augenhöhe den Platz als Verlierer verlassen haben. Durch einen unnötigen Standard geraten wir in Rückstand und danach vergeben wir riesen Chancen zum Ausgleich. Wenn man gegen eine solche Spitzenmannschaft bestehen will, muss man halt die Möglichkeiten nutzen. Aber wir werden alle unseren Mund abputzen und ab jetzt läuft die volle Vorbereitung auf das Landespokal-Viertelfinale. Wir freuen uns wahnsinnig auf kommenden Donnerstag und hoffen, dass wir zahlreiche Unterstützung bekommen, denn das hat sich meine Mannschaft definitiv in dieser Saison verdient.“

Torfolge: 0:1 Richter (55.), 0:2 Siegel (90.)