Haldensleben l Die Männer von Carsten Fister gewannen am Sonnabend das Verfolgerduell in der Ohrelandhalle gegen die SG Seehausen mit 41:36.

Es ging flott zur Sache im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten und Dritten. „Es hätte bei dem Tempo auch 50:40 ausgehen können“, scherzte Carsten Fister. Am Ende sah Haldenslebens Trainer einen vom Ergebnis deutlichen 41:36-Heimsieg.

Spiel auf Augenhöhe

Doch so klar war die Angelegenheit keineswegs. Nach ordentlichem Start der Gastgeber, Bierhals hatte nach 17 Minuten auf 12:8 erhöht, drehte die SG Seehausen auf. Mit einem 6:1-Lauf gingen die Altmärker in Führung (14:15) und gaben diese lange Zeit nicht mehr ab. „Beide Seiten hatten in der Abwehr wenig Zugriff“, analysierte Fister. Doch sein Team biss sich wieder heran, glich durch drei Treffer in Folge zum 23:23 aus und ging durch A-Junior Niklas Zirkler erstmals im zweiten Durchgang in Führung (26:25/43.).

Die Partie blieb bis in die Schlussphase eng, dann wendeten Zeitstrafen das Blatt endgültig zu Gunsten des HSV Haldensleben. Nach den verhängten Zwei-Minuten gegen Oliver Wille erhielt Christian Walenciak ebenfalls eine Zeitstrafe wegen Meckerns. In doppelter Überzahl zogen die Haldensleber auf vier Tore davon, die Entscheidung.

HSV-Trainer Fister glücklich

„Am Ende wäre ein Remis auch verdient gewesen, aber wir nehmen diesen Sieg, den Seehausen uns in der Schlussphase angeboten hat, gerne mit“, resümierte Carsten Fister.

Jordan übernimmt im Sommer

Seit dieser Woche ist es offiziell, dass Enrico Sonntag zur kommenden Saison Trainer der 1. Herrenmannschaft des HSV Haldensleben wird. Aktuell steht die Mannschaft auf einem sicheren zweiten Platz in der Verbandsliga Nord und hat lediglich zwei Punkte Rückstand zum Spitzenreiter.

Trotz der guten sportlichen Entwicklung setzt man mit Enrico Sonntag auf eine sehr kompetente und konstante Neuverpflichtung. Der aktuelle Trainer Carsten Fister hatte im vergangenen Herbst mitgeteilt, langfristig keine Lösung zu sein. Nach guten und konstruktiven Gesprächen wurde die Zusammenarbeit mit Sonntag ab Juli 2019 bis mindestens 2021 fix gemacht.

Teßmann zum neuen Trainer

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Tim Teßmann sagte dazu: „Mit Enrico gab es sehr gute Gespräche auf einer vertrauensvollen Basis. Ich denke, dass wir mit ihm einen exzellenten und engagierten Trainer verpflichten konnten. Besonders freut mich, dass der ehemalige Haldensleber Spieler Andy Krüger sein neuer Co-Trainer wird. Andy kennt den Verein sehr gut und feierte hier selbst einige Erfolge. Durch die Verpflichtungen dieser Personalien zeigen wir, dass der Handball in Haldensleben lebt.“

Tysack und Wolke kehren zurück

Des Weiteren kann der HSV Haldensleben noch mehr Personalien zur neuen Saison bekannt geben. Ab der Saison 2019/2020 verstärken die Haldensleber Marcus Tysack und Philpp Wolke wieder den HSV Haldensleben.

Frank ist der Königstransfer

Der Königstransfer ist sicherlich Christoph Frank, der bereits Akzente in der Sachsen-Anhalt-Liga und Oberliga Niedersachen setzen konnte. Mit Frank bekommt der Haldensleber Rückraum eine noch stärkere Option dazu. Weiterhin bleiben alle aktuellen Spieler der 1. Herren dem Verein treu.

„Trotz der Neuverpflichtungen will der Vorstand des HSV Haldensleben den Nachwuchs nicht vergessen. Besonders die Spieler der A-Jugend sollen in den nächsten Jahren an den Männerbereich herangeführt werden. Die A-Jugend-Trainer Bollfraß und Riecke leisten dabei schon eine sehr gute Arbeit, so dass die jungen Wilden um Felix Köcke und Marius Wölkerling weiter in der 1. Herren integriert werden sollen“, so Teßmann, der weiter ausführt: „Das Ziel des HSV Haldensleben ist ganz klar die Sachsen-Anhalt-Liga. Ein Dank gilt Carsten Fister, der die 1. Herren im Jahr 2015 in einer schweren Zeit übernommen hat und wieder auf Kurs brachte.“