Oebisfeldel l Rollt die Reserve des SV Oebisfelde in der Verbandsliga Nord das Feld von hinten auf? Es scheint zumindest augenblicklich so. Schließlich warfen sich die Männer von Trainer Tobias Stefani am Sonnabend nach ihrem zweiten Sieg in Folge, in heimischer Hans-Pickert-Halle wurde der SV Wacker Westeregeln mit 28:25 (16:10) bezwungen, auf Position zehn vor.

Beim fünften Saisonerfolg der Allerstädter glänzte allerdings nicht alles. Die Fans sahen bis zur 39. Minute eine Mannschaft, der bis zu diesem Zeitpunkt vieles gelang. Denn nicht umsonst lagen die Hallenherren zu diesem Zeitpunkt mit satten neun Treffern vorn (24:15). Die Begegnung schien längst durch zu sein. Doch dann verlor die Stefani-Truppe den Faden. Nach dem erwähnten Zwischenstand, den Felix Kleist markiert hatte, stellten die personalgeschwächten Gäste, unter anderem fehlte der wichtige Rückraum-Akteur Jimmy Klockmann, um. Konkret in der Defensive. Die agierte nun sehr offensiv und stellte damit die Oebisfelder vor Probleme. Folge: Angriffe wurden, weil im Aufbau permanent unter Druck gesetzt, nicht mehr sauber zu Ende gespielt.

Zudem blieben einige Möglichkeiten auf der Strecke.

Sieg trotz Schwächen

„Wir hatten mit der offensiven Abwehrvariante von Wacker schon einige Schwierigkeiten“, sagte Trainer Stefani nach der Schluss-Sirene. Eine passende Lösung fiel seinen Schützlingen nicht ein. Sie versuchten sich in Einzelaktionen, die nicht so recht von Erfolg gekrönt waren.

Wacker kommt zurück

So witterten die Westeregelner Morgenluft. Sie warfen sich zunächst auf 18:24 (43.) heran. Doch da auch Wacker Probleme mit dem Verwerten der Möglichkeiten hatte, Hauptgrund war die relativ gute Arbeit der Allerstädter in der Abwehr, blieb der Vorsprung stabil. Daher war die Partie vier Minuten vor Schluss, Alex Keller hatte zum 27:20 eingeworfen, dann doch entschieden.

Obwohl die Hallenherren die Zügel dann noch einmal schleifen ließen. Westeregeln machte gegen zu nachlässige Oebisfelder noch einmal Betrieb und verkürzte auf drei Treffer (24:27). Am Sieg der Gastgeber, den Janis Koch mit dem 28:24 absicherte, gab es jedoch nichts mehr zu rütteln.

„Insgesamt bin ich zufrieden. Wir hatten zwar in der zweiten Hälfte unsere Schwächen, doch wichtig sind für uns die zwei Punkte“, bilanzierte Tobias Stefani.

Statistik

SV Oebisfelde II: Paul, Köhler, Wehr - P. Breiteneder (5), F.-L. Hack (1), Thiele, Koch (2), Oraschewski (6), Keller (5), K. Breiteneder (1), Kleist (4/1), Kalppoth (4/1).

Siebenmeter: 5/2;

Zeitstrafen: 4.