Haldensleben l Der HSV kam nur schwer ins Spiel, weswegen er es auch nicht schaffte sich abzusetzen. Immer wieder glich der SVL aus und störte damit das Spiel der Haldensleber. „Wir konnten gerade zu Beginn gut mithalten und hatten sogar kurzzeitig die Führung. Leider schafften wir es nicht diese auszubauen, da wir zu viele kleine Fehler machten“, analysierte SVL-Trainer Tobias Deutscher. Bei den Haldenslebern ließen sich hingegen zu diesem Zeitpunkt einige Parallelen zum vorangegangenen Pokalspiel erkennen. Mit Fehlern im Angriff und in der Abwehr blieb es für den HSV zur Halbzeitpause beim 14:12. „Wir hatten uns eigentlich gut vorbereitet auf das Spiel, doch wir hatten viel mit Ausfällen zu kämpfen, so dass auch nicht alle beim Training waren und das hat sich in der ersten Halbzeit gerecht“, so HSV-Coach Enrico Sonntag.

HSV steigert sich nach der Pause

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierten die Haldensleber Handballer wie ausgetauscht. Sicheres Pass- und Stellungsspiel ließ den Abstand zum SVL schnell ansteigen. So war dieser in der 49. Minute bereits auf zehn Tore angewachsen, bei einem Stand von 27:17. Der SVL gab sich dennoch nicht auf und versuchte weiter Tore aufzuholen. Das gelang auch, da der HSV wieder an Leistung verlor. So schrumpfte der Abstand schließlich bis auf fünf Tore Unterschied, so dass es zum Abpfiff 29:24 für die Gastgeber stand. „Das Ergebnis geht in Ordnung, schließlich ist der HSV nicht umsonst Ligaprimus“, so Deutscher. Schuld für die Niederlage sei für den SVL-Trainer auch die Personalsituation. So verletzte sich während des Spiels Stefan Heinrichs, der das Feld darauf hin verlassen musste. Zudem fiel auch Ricardo Schult aus privaten Gründen aus, so dass die Langenweddinger nicht mit voller Stärke angreifen konnten. Doch das soll sich, laut Deutscher, spätestens im Rückspiel ändern, denn dann soll es die Revanche geben.

HSV-Coach Enrico Sonntag ist mit dem Spiel seiner Sieben alles andere als zufrieden. Zu viele Inhalte aus dem Training wurden nicht umgesetzt, was sich im Spiel schließlich niederschlug. Zudem schafften es die Langenweddinger Handballer als Erste in der neuen Saison den HSV unter der 30-Tore-Marke zu halten. Für Sonntag heißt es nun umso mehr auf das Training zu setzen, um auch weiterhin die Spitzenposition in der Tabelle zu behalten. Am kommenden Wochenende wird der HSV bei der SG Seehausen erwartet, während der SVL beim Güsener HC ran muss.

HSV Haldensleben: Strauß, Wölkerling (2), Möritz (1), Buchwald, Kruse(3), Frank(5, 1/1), Reinke, Blume (5), Bierhals (4), Wurzel (1), Stolze (4), Zirkler, Tysack (4); Siebenmeter: 1/1; Zeitstrafen: 7; Gelbe Karten: 4; Rote Karten: 1;

SV Langenweddingen: Feller, Lewin (12, 7/7), Ebel (1), Oeltze (2), Böhm, Michael (1), Wohlfromm (2), Strauß, Meyer, Oertel (2), Marek, Lindert (2), Heinrichs (1), Schmelzer (1); Siebenmeter: 7/7; Zeitstrafen: 2; Gelbe Karten: 3