Niederndodeleben (uku) l Der TSV Niederndodeleben II hat am Sonntag die TSG Calbe mit 31:27 (13:15) bezwungen.

Ergebnis spiegelt nicht Dramatik wieder

Das am Ende klare Ergebnis spiegelt nicht die Dramatik des Spitzenspiels der Sachsen-Anhalt-Liga wider. Bis kurz vor dem Schlusssignal war es eine offene, hart umkämpfte Partie. Natürlich kennt Calbes Trainer Ronald Kampe nicht nur die Wartberghalle, sondern auch die positive Bilanz des TSV Niederndodeleben II mit bis dahin null Minuspunkten. Dennoch wollte man zwei Auswärtspunkte mitnehmen. Aus Calbenser Sicht sah das zunächst auch nicht schlecht aus, denn nach anfangs ausgeglichenem Spiel (5:5/10.) hatten sich die Gäste um ihre wichtigste Torschützin Gaul einen 6:11-Vorsprung (20.) erarbeitet. Das resultierte zum Teil auch aus Fehlern der Dodeleberinnen, die Calbe konsequent mit Kontern bestrafte. Vom 10:14 (26.) kämpften sich die TSV-Frauen nach einigen Paraden von Susanne Wegner und einer aggressiveren Abwehr bis zur Pause auf 13:15 heran. Nach dem Halbzeitsignal war noch ein Freiwurf gegen Calbe auszuführen. Der Wurf von Jessica Reß traf unglücklich eine Calbenser Spielerin. Die Schiedsrichter entschieden daraufhin auf Rote Karte für Reß.

Gemeinsam mit Franziska Sprotte wurde in der Halbzeitpause der taktische Schlachtplan für die zweite Hälfte geschmiedet. Das der am Ende aufging, war dem unbedingten Willen der TSV-Frauen zuzuschreiben. Die Rote Karte und eine zuvor verhängte Zwei-Minutenstrafe bedeuteten zum Start der zweiten Halbzeit nur vier Feldspielerinnen auf der Platte. Zwar erhöhten die Gäste noch einmal auf 14:17 (35.), hatten aber zunehmend Probleme mit der vorgezogenen Abwehr der Dodeleberinnen und der Pressdeckung von Nele Dorow gegen die Calbenserin Juliane Gaul. Die Stimmung in der Halle wurde zusätzlich durch die Schiedsrichter angeheizt, als diese auf Grund der nicht sofort herbeieilenden „Wischerin“ der TSV-Bank demonstrativ eine Verwarnung erteilten. Das 18:18 (40.) erzielte unter dem Jubel der Fans die an diesem Tag aus allen Positionen treffsichere Juliane Schuldes. Mit sieben Toren in der zweiten Halbzeit hatte sie einen besonderen Anteil am Sieg. Beim Stand von 25:24 (56.) mussten die TSV-Frauen nach einer Zwei-Minutenstrafe in Unterzahl spielen, was sie aber nicht daran hinderte durch Franziska Nolde und einen von Torfrau Susanne Joneck eingeleitetem Konter durch Anna-Lena Kudwin das vorentscheidende 27:24 (57.) zu markieren und ausgelassenen Jubel in der Halle auszulösen. Die letzten Tore zum 31:27-Sieg resultierten aus Kontern gegen die nun resignierenden Gäste.

TSV: Wegner, Joneck; Bublitz 1, Schöne, Dorow 3, Reß 1, Schuldes 8/1, Nolde 3, Bals 2, Kudwin 7/2, Bierhals 6.