Magdeburg l So sehr sich die A-Jugendlichen des SC Magdeburg nach der Niederlage am Wochenende zuvor in Leipzig auch geärgert haben, so ordentlich haben sie sich jetzt vor den eigenen Fans dafür revanchiert. Mit einem 38:27 (19:18) warfen sich die grün-roten Talente gegen den TSV Burgdorf vor über 100 Fans am Freitagabend in der Hermann-Gieseler-Halle ordentlich den Frust von der Seele.

SCM zunächst ständig im Rückstand

Die Gastgeber brauchten aber eine Halbzeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Nach fünf Minuten hieß es 2:3. Danach konnten die Magdeburger zwar endlich selbst in Führung gehen, liefen aber nach einem 7:8 (13.) ständig einem Rückstand hinterher. „Da haben wir uns extrem schwer getan. Auch deshalb, weil uns Burgdorf mit einem zweiten Kreisläufer taktisch schon ein bisschen überrascht hat“, analysierte SCM-Trainer Fabian Metzner anerkennend.

Diese taktische Variante der Gäste war aber eher aus der Not geboren, weil Burgdorf nur einen Spieler für den linken Rückraum zur Verfügung hatte. Metzner: „Und weil die zwei Kreisläufer auch noch körperlich sehr robust waren, haben sie uns das Leben ziemlich schwer gemacht. Die 19 Tore sprechen zwar für unsere Offensive, aber 18 Gegentore sind zur Pause in einem Heimspiel eindeutig zu viel.“

6:0-Lauf nach der Pause

Erst nach einem 16:17 (27.) konnte das Metzner-Team das Spiel noch bis zum Gang in die Kabine drehen. Doch selbst der knappe Pausenvorsprung war schnell wieder verspielt. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel hieß es 21:22. Aber dann drehten die Magdeburger endlich richtig auf, machten innerhalb von fünf Minuten daraus ein 27:22. Metzner verrät: „Das haben wir zur Pause klar besprochen und in der Abwehr entsprechend umgestellt.“

Dadurch standen die Magdeburger am eigenen Kreis viel sicherer. Und die klare Führung gab auch im eigenen Angriff noch mehr Selbstvertrauen. Acht Minuten vor Schluss waren die SCM-Spieler angeführt von einem überragenden Renars Uscins sogar auf zehn Tore (34:24) enteilt.

Der Rückraumspieler war mit insgesamt 13 Treffern, davon einen per Siebenmeter, bester Werfer und damit auch der große Matchwinner. Metzner zufrieden: „Wir waren hinten raus eindeutig fitter und konnten dadurch ein hohes Tempo gehen.“