Oebisfelde l In der Hans-Pickert-Halle lag keine Pokal-Überraschung in der Luft. Denn die Frauen des Frankfurter HC machten in der ersten Runde des DHB-Pokals mit Gastgeber SV Oebisfelde kurzen Prozess. Deutlich mit 35:11 (18:2) setzten sich die Oderstädterinnen, die in der 3. Liga Ost spielen, an der Aller durch.

Nicht der beste Tag von Oebisfelde

An eine Handball-Pokal-Sensation, die im Gegensatz zum Fußball höchst selten ist, hatten in der Oebisfelder Halle wohl nur die kühnsten Optimisten gedacht. Zu groß waren die Unterschiede. Zudem hatten die Oebisfelderinnen, die in der Vorsaison noch mit begeisterten Landespokal-Spielen aufwarteten, nicht ihren besten Tag erwischt. Der Respekt vor den Ex-Meisterinnen war dann wohl doch zu groß.

So hatten die vom 70 Jahre alten Trainer-Routinier Wolfgang Pötzsch betreuten Gäste alles schnell unter Kontrolle. 9:0 für den FHC stand es nach zehn Minuten und die Begegnung war bereits entschieden.

SV Oebisfelde hat Pech

Der SVO hatte zum Auftakt aber auch ein wenig Pech. Zwar hatte der FHC eine starke Frau im Kasten, auf der Gegenseite leistete Julia Hübe ebenfalls gute Arbeit, doch landeten in der Auftaktphase einige SVO-Würfe auch am Pfosten.

In der zwölften Minute jedoch nicht. Lena Witzke markierte den ersten SVO-Treffer zum 1:9. Danach zog die Pötzsch-Sieben weiter einsam ihre Kreise, erhöhte auf 13:1, ehe Josefin Meyer SVO-Tor Nummer zwei erzielte (13:2/22.). Zur Pause lagen die Oderstädterinnen dann mit 18:2 vorn.

Mutige Oebisfelderinnen

Im zweiten Abschnitt sah die treue Anhängerschaft der Sieben von SVO-Übungsleiter Christian Herrmann dann eine etwas mutiger aufspielende Oebisfelder Formation. Unter anderem konnten Franziska Dietz und Josefin Meyer auf 4:20 verkürzen. Kurz danach musste dann leider Juliane Thiele mit einer wohl schweren Knieverletzung vom Feld getragen werden (35.). „Es sieht leider nicht gut aus“, informierte Christian Herrmann.

Seine Schützlinge versuchten sich dagegen weiter gut zu verkaufen. Das klappte auch. Zwar bestimmte der FHC weiterhin ganz klar die Szenerie, doch die SVO-Sieben konnte immer wieder Akzente in Form von Toren setzen. Beispielsweise Anna Schröder und Elisa Wagner.

Sie verkürzten per Doppelschlag von 5:27 auf 7:27 (44.). Auch in der Schlussphase „langte“ der SVO durch Lena Witzke (10:33) und Franziska Dietz (11:34) noch einmal zu.

SV Oebisfelde: Hübe, N. Gerlach - Witzke (2), Meyer (3), Dietz(3), Schröder (1), Wagner (2), P. Gerlach, Malinowski, Langbartels, Müller, Thiele.