Klötze l Seit einigen Wochen ruht der Handball in den Hallen der Altmark, doch am Sonntag geht es in der Klötzer Zinnberghalle noch einmal zur Sache - in den Kreispokal-Endspielen der Frauen und Männer. Bei den Damen duellieren sich die HSG Osterburg und der Kuhfelder SV. Bei den Herren kämpfen die SG Neuferchau/Kunrau II und der HV Solpke/Mieste II um den Kreiscup.

Kreismeister trifft auf Vizemeister

Den Auftakt bestreiten am Sonntag um 15 Uhr die Frauen. Dabei kommt es zum Aufeinandertreffen von Kreismeister HSG Osterburg und dem Vizemeister Kuhfelder SV. Eine interessante Begegnung. Besteht doch für die Kuhfelderinnen die Chance zur Revanche. Schließlich haben sie nur knapp den Titel verpasst.

Ein Favorit ist, weil sich die Teams in der Meisterschaft ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, nicht auszumachen. Auch nicht mit einem Blick auf die Ausgänge in den Punktspielen. Viermal standen sich beide Vertretungen in der abgelaufenen Saison gegenüber. Dabei gewannen beide Mannschaften ihre Heimspiele. Kuhfelde siegte 17:16 und 21:10. Osterburg drehte den Spieß in den Rückspielen um - setzte sich 21:14 und 22:21 durch.

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Niederlage gegen VfB Klötze

Dass die Kuhfelderinnen in der Endabrechnung zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto hatten als die Osterburgerinnen lag an der klaren Niederlage, die sich der KSV zum Saisonauftakt gegen den VfB Klötze eingehandelt hatte. Der VfB siegte in Kuhfelde überraschen deutlich mit 19:9.

Doch wie erwähnt: Der KSV kann sich als Pokalverteidiger mit dem erneuten Sieg im Finale schadlos halten. Das sollte den Kuhfelderinnen auch zuzutrauen sein.

Kein Favorit auszumachen

Bei den Männern, die um 17 Uhr an der Reihe sind, ist die Ausgangslage nicht viel anders. Auch in dieser Begegnung ist kein eindeutiger Favorit auszumachen. In der Meisterschaft rissen beide Teams nicht unbedingt Bäume aus. So landete die SG mit 5:15 Punkten auf dem vorletzten Rang. Vor der SG hatte sich mit 9:11 Zählern die HV-Reserve platziert. In den Partien gegeneinander siegte der HV in eigener Halle deutlich mit 34:26. In Beetzendorf setzte sich dann die SG mit 32:30 durch.

Allerdings sind die Jungs der SG-Zweiten in puncto Kreispokalfinale sehr erfahren. Denn der Pokalsieger in den vergangenen drei Jahren hieß stets SG Neuferchau/Kunrau II.

Spieler aus der 1. Nordliga einsetzbar

„Natürlich wollen wir den Pokal erneut gewinnen“, sagte SG-Routinier Ralf Bauke. Möglich, dass der Cupverteidiger personell sogar etwas „aufrüstet“. Denn Akteure aus der ersten Mannschaft, die in der 1. Nordliga aktiv ist, können eingesetzt werden.

Interessant auch: Der HV Solpke/Mieste II zog ohne ein Spiel bestritten zu haben in das Finale ein. Grund: Nach Freilos sollte im Halbfinale gegen den HV Lok Stendal II gespielt werden, doch die Ostaltmärker sagten die Partie ab.

Letztes Spiel beider Mannschaften

Übrigens ist das Finale das letzte Spiel beider Mannschaften unter ihrem bisherigen Vereinsnamen. Die SG und der HV bilden ab der neuen Saison im männlichen Bereich eine Spielgemeinschaft und werden wohl unter dem Namen HSG Altmark West an den Start gehen.