Oebisfelde l Saisonniederlage Nummer drei hat Verbandsliga-Aufsteiger SV Oebisfelde II kassiert. In eigener Halle zogen die Allerstädter gegen die SG Seehausen mit 23:25 (14:11) den Kürzeren. Die SG führt damit weiterhin ohne Punktverlust (10:0) die Tabelle an. Der SVO liegt mit nun 3:7 Zählern vorerst auf Rang neun.

Stille herrscht beim SV Oebisfelde

Stille herrschte nach Abpfiff auf der Oebisfelder Bank. Auch Trainer Toni Seiler musste sich zunächst sammeln, um dann zu sagen, dass seine Mannschaft den Sieg verschenkt hätte. „Wir hatten Seehausen während der ersten Hälfte im Griff. In den zweiten 30 Minuten sind uns dann zu viele Fehler unterlaufen. Seehausen schob sich heran. Wir wurden nervös, suchten, weil zu ungeduldig, zu schnell den Abschluss, so dass das Ding nach hinten losging. Ich denke, nicht nur ich bin maßlos enttäuscht“, sagte der SVO-Trainer weiter.

Im SGS-Lager wurde natürlich gefeiert. Denn mit zwei Punkten hatte der Tabellenführer nicht unbedingt gerechnet. „Die Oebisfelder sind heimstark und spielen einen dynamischen Ball. Damit hatten wir insbesondere in der ersten Hälfte unsere Probeme. Doch wir haben nicht aufgegeben und gekämpft. Das Nicht-Aufgeben und unsere Geschlossenheit sind Stärken, mit denen wir auch scheinbar verlorene Spiele noch drehen können“, freute sich nach Schluss SG-Übungsleiter Frank Leo.

Oebisfelde startet konzentriert

Im Gegensatz zum vergangenen Heimspiel gegen Haldensleben starteten die SVO-Männer diesmal sehr konzentriert. In der Abwehr, mit einem starken Lukas Milde im Tor als Rückhalt, und auch in der Offensive. Dort zog Erik Breiteneder auch als Vollstrecker geschickt die Fäden. Er leitete mit dem 5:5-Ausgleich in Minute acht auch die beste Phase der Oebisfelder ein. Denn Julian Meinel, Erik Breiteneder und Felix Kleist erhöhten anschließend auf 8:5 (12.). SG-Akteur Alexander Söhnel verkürzte anschließend zwar auf 6:8 (12.), doch dann war von den Gästen lange Zeit nichts mehr zu sehen.

Von den Oebisfeldern schon. Sie ließen durch Julian Meinel, Paul Breiteneder (2) und Nils Oraschewski vier weitere Treffer zum 12:6 (20.) folgen. Auch fünf Minuten vor dem Pausenpfiff lag der SVO weiterhin mit sechs Toren vorn (14:8). Doch dann geriet Sand in das bis dahin gut funktionierende SVO-Spielgetriebe. Verantwortlich dafür war auch die von den SVO-Trainern angeordnete personelle Rotation. So musste beispielsweise Spielmacher Erik Breiteneder auf der Bank Platz nehmen. Der SVO verpasste daher die durchaus mögliche Vorentscheidung. Denn Seehausen konnte sich bis zum Wechsel wieder auf drei Treffer heranschieben (11:14).

Nach Anpfiff sieht es noch gut aus

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff, Felix Kleist hatte per Siebenmeter zum 17:12 getroffen, sah es noch gut für den SVO aus. Aber dann ging der Faden verloren.

Die Oebisfelder präsentierten sich nicht mehr als Einheit. Was auch schlecht möglich war, da konstant am Wechselkarussell gedreht wurde. Die Allerstädter wurden nun, wie von Trainer Seiler erwähnt, nervös. Die SG-Männer nutzten das ganz clever aus. Nach dem 16:17-Anschluss durch Lukas Philipp (39.) konnten Erik Breiteneder und Jan Kitzelmann auf 19:16 erhöhen (42.). Dann war es vorbei.

Die Gastgeber wurden bis zum Schlusspfiff immer unsicherer und sahen nach einem Doppelschlag von Alexander Söhnel und Gunnar Menofs zum 24:22 (58.) die erhofften zwei Punkte endgültig entschwinden.

SV Oebisfelde II: Milde, Wehr, Stefani - P. Breiteneder (2), Kitzelmann (1), Müller, Meinel (4), Oraschewski (2), Mieth (3), Spychalski, Keller (2), K. Breiteneder, Kleist (4/3), E. Breiteneder (5).

Siebenmeter: 3/3; Zeitstrafen: 5.

SG Seehausen: Nöring - Kürger (1), Philipp (1), Cornehl (1), Wille (2), Liepelt, Walenciak (1), Menofs (2), C. Söhnel (4), Wille, A. Söhnel (11/7), Leo (2/1).

Siebenmeter: 8/8; Zeitstrafen: 3.