Es ist zum Verzweifeln. Da liefern die A-Junioren-Kicker des 1. FC Magdeburg im Bundesliga-Heimspiel gegen den ungeschlagenen SV Werder Bremen eine passable erste Halbzeit ab und liegen dennoch nach 40 Minuten mit 0:4 hinten, verlieren schließlich erneut klar mit 1:5.

Magdeburg. Das Hoffmann-Team ist nach acht Spieltagen die einzige Mannschaft aller 42 Teams in den drei Staffeln Nord/Nordost, West und Süd ohne jeden Punkt. Dabei spielte es am Sonnabend in der Heimpartie gegen des SV Werder Bremen, neben dem VfL Wolfsburg das einzige ungeschlagene Team im Norden, in der ersten Halbzeit über weite Strecken auf Augenhöhe, hatte auch gute Möglichkeiten.

So als Manuel Hoffmann allein auf Gästekeeper Tom Neukam zulief, dieser ihn außerhalb des Strafraumes foulte, aber nur Gelb sah. "Die durchaus berechtigte Rote Karte interessiert mich gar nicht, jedoch wäre es ein klares Tor geworden", bewertete FCM-Trainer Martin Hoffmann die Situation. Da führten die Hansestädter, die einen Tag vorher anreisten und auf eigene Kosten im Maritim-Hotel nächtigten, nach mehreren Schaltpausen der FCM-Abwehr gerade einmal mit 1:0. Manuel Hoffmann hatte auch die nächste gute Gelegenheit, schoss unkonzentriert vorbei. Im Gegenzug fiel das 0:2, per Kopf im Nachsetzen. Nicht nur da wurde Magdeburgs Torhüter An-dré Grube allein gelassen.

Auch beim Doppelschlag zum 0:3 und 0:4 innerhalb von 90 Sekunden und nach einer Kopfballstafette im Torraum sah die FCM-Abwehr nicht gut aus. "Wir bringen uns um den Lohn der eigenen Arbeit. Vorn machen wir unsere Chancen nicht rein und hinten schauen wir zu", analysierte Co-Trainer Mario Winkler bereits zur Halbzeit. Martin Hoffmann, der nach der Pause unter anderem Neuzugang Fabio Viteritti, der Deutsche spielte zuletzt beim FC Basel und bekam erst spät seine Freigabe, einwechselte, verwies nach Spielschluss auf folgenden Umstand: "Nur sechs Mann aus dem Kader spielten letztes Jahr schon A-Jugend, allerdings Regionalliga. Dafür kamen neun Jungs vom 93-Jahrgang hoch, die auch nur Regionalliga spielte. Da haben uns zumindest die gestandenen Bundesligateams einiges voraus."

Ob nun ausgerechnet am Sonntag beim Tabellenzwölften VfL Oldenburg (4 Punkte) gepunktet werden kann, bleibt fraglich, auch wenn Kapitän Marwin Potyka wieder dabei ist. Coach Hoffmann dazu: "Ich hätte lieber in Bremen und dafür zuhause gegen Oldenburg gespielt, denn der Heimvorteil ist auch in dieser Liga nicht zu unterschätzen." Auch der FCM wird tags zuvor anreisen, bekommt dafür Geld vom DFB.