Magdeburg (ded). Es waren in der Partie der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga zwischen den Frauen des Gastgebers TuS 1860 Neustadt und dem SV Lok Schönebeck zwar noch 30 Minuten zu spielen, doch der Sieger dieser Partie stand längst fest. Der Gast führte zur Pause mit 21:9, was sich für die TuS-Sieben wie eine schallende Ohrfeige anfühlte. Am Ende konnte TuS mit einer gewonnenen zweiten Hälfte und dem Endergebnis von 26:35 die Halle noch mit erhobenem Haupt verlassen.

Die Einheimischen liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Schönebeck ging hochkonzentriert in dieses Spiel, führte schnell mit 7:3 (10.). Beim Gastgeber stand die Abwehr völlig neben sich, es fehlten jegliche Aggressivität und der unbedingte Wille, die Aktionen des Gegners zu unterbinden.

Der Gast, den TuS in den vergangenen Jahren vor allem bei Heimspielen immer im Griff hatte, war aus diesen Gründen in der Lage, den Vorsprung bis zur 20. Minute auf 16:6 auszubauen. Auch im Angriff lief bei den Magdeburgerinnen gar nichts. Es waren nur Einzelaktionen zu sehen, die in den meisten Fällen von der beweglichen Abwehr der Gäste unterbunden wurde.

In der Kabine appellierte TuS-Trainer Pußel an den Charakter der Mannschaft. Er verlangte, dass sich die Spielerinnen wehren und ihren Fans zeigen sollen, dass sie auch anders Handball spielen können. Und das gelang auch im überwiegenden Fall. In der Abwehr versuchte man, mit einer sehr offensiven Formation den Gegner unter Druck zu setzen. Ergebnis war, dass TuS in der 39. Minute nur noch mit 14:23 hinten lag. Doch zu viele unnötige Zeitstrafen bremsten die Aufholjagd. Der Rückstand pendelte sich in der Folgezeit bei neun Toren ein. Das TuS-Team kämpfte und versuchte vor allem im Angriff, sein spielerisches Vermögen zu zeigen. Da es aber Schönebeck weiterhin gelang, einfache Tore zu erzielen, kam für den Gast überhaupt keine Gefahr mehr auf. Am Ende stand ein verdienter Sieg Schönebecks.

TuS 1860 Neustadt: Ziegler, Ebeling – Viehweg 3, Haberland 2, Kirsten 6/3, Jebsen, Butenschön 1, Peper 4, Kersten 3, Sill 5/2, Krauß, Schulz 2, Machts.