Bereits vor dem Rückspiel beim HC Leipzig ist klar, dass die weibliche Jugend A des BSV 93 nach der Handball-Landesmeisterschaft im Kampf um die Mitteldeutsche Meisterschaft einen beachtlichen zweiten Rang belegt.

Neu-Olvenstedt l Am Wochenende stand zunächst das Rückspiel gegen den Thüringen-Meister LSV Ziegelheim an. Nachdem der BSV bereits das Hinspiel mit einer Differenz von 13 Toren für sich entschied, setzte sich das Team im Rückspiel mit 28:19 durch.

Doch danach sah es zunächst nicht aus. Statt mit diesem sicheren Vorsprung im Rücken locker aufzuspielen, schlichen sich immer wieder leichte Fehler in das Spiel des BSV ein. Diese konnten die Ziegelheimer Mädels aber nicht nutzen, nur beim 1:2 hatten sie die Führung inne. Über ein 10:5 (20.) ging man mit 12:8 in die Halbzeitpause.

Mit Wiederanpfiff setzte sich der Gastgeber innerhalb von zehn Minuten auf 19:10 ab und verwaltete in den letzten 20 Minuten diesen Neun-Tore-Vorsprung. Als beste Werferinnen wussten insbesondere Jennifer Gödecke (9), Marie Gey (6) und Marie-Christin Hermes (6) zu überzeugen.

Tags darauf ging es gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Leipzig, der zudem in den Punktspielen bereits als zweite Mannschaft des HCL in der 3. Liga spielt und dort aktuell auf Rang zwei platziert ist

Von der ersten Minute an ließen die schnell und aggressiv spielenden Leipzigerinnen keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger aus der Halle geht. Übernervös begannen dagegen die Magdeburger Mädels ihr Spiel. Viele leichte Ballverluste nutzte der Favorit von der Pleiße eiskalt und konnte so nach zehn Minuten durch neun schnelle Gegenstöße mit 9:1 in Führung gehen.

Langsam, aber nie ganz, baute der BSV seine Nervosität ab, kam etwas besser ins Spiel und ging mit einem 6:19-Rückstand in die Halbzeitpause.

Wer dachte, dass die Leipzigerinnen es mit einer 13-Tore-Führung in der zweiten Hälfte etwas langsamer angehen lassen würden, hatte sich gehörig getäuscht. Mit der gleichen Aggressivität und hohem Tempo zogen sie ihr Spiel bis zum Ende durch.

Doch setzte sich nun der BSV 93 mehr zur Wehr. Angeführt von einer tollen Leistung der Magdeburger Torfrau Vanessa Sichmund, die den Leipzigerinnen einige freie Bälle abnahm und sich so zur besten Spielerin auf dem Parkett entwickelte, kam der BSV über den Kampf besser ins Spiel.

Letztlich stand ein klarer und verdienter 34:16-Sieg des HC Leipzig zu Buche, der aber um ein paar Tore zu hoch ausfiel. Trotz der hohen Niederlage gab der BSV niemals auf. 21 Gegentore aus dem schnellen Gegenstoß waren für eine ansonsten toll stehenden 3-2-1 Abwehr aber zu viel.

Auch wenn sich für das Rückspiel in der Messestadt kaum Chancen für die Magdeburgerinnen ergeben werden, können die A- Mädels vom BSV 93 Stolz auf eine tolle Saison mit dem ersten weiblichen Landesmeistertitel für den Verein und der Vizemeisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga zurückblicken.

BSV 93: Sichmund, K. Staudt - Lachmund 8, Hermes 11, Stang 2, Gey 6, Gödecke 10, Schwarze 2, Schmidt, Knoche 2, Weidner 3, J. Staudt, Lutze.