Altstadt (hol) l Im Finale um den Volleyball-Landespokal der Männer unterlag der Regionalliga-Aufsteiger USC Magdeburg in eigener Halle dem Zweitligisten VC Bitterfeld/Wolfen knapp mit 2:3 (-24, 17, 20, -23, -11)-Sätzen

Die Damen des USC hatten zuvor in ihrem Landespokalfinale mit dem Gewinn der Trophäe vorgelegt. Doch für die Männer des Vereins war es ein ungleich schwereres Unterfangen gegen den zwei Spielklassen höher angesiedelten Kontrahenten.

Die Chancen auf einen Erfolg wurden auf 20:80, vielleicht auch mit 30:70 beziffert. Dazu kamen auch noch die kurzfristige, privat bedingte, Absage von Mittelmann Robert Engel, momentan der Stammspieler auf dieser Position, und der krankheitsbedingte Ausfalle von Youngster Tim Walzer.

Aber die Magdeburger wollten sich in der proppevollen Campushalle so teuer wie möglich verkaufen. Und so rieben sich nicht wenige die Augen, als der USC im Auftaktsatz nicht nur munter mitspielte, sondern die Akteure des Favoriten ein ums andere Mal in die Bredouille brachte. Dann beim Stand von 14:14 der Schock: Außenangreifer Bastian Ebeling knickte um und musste ausgewechselt werden.

Aber auch das "verdauten" die Gastgeber erstaunlich abgeklärt. Mit Steffen Hockarth für Ebeling ging es danach in die umkämpfte Endphase des Satzes, in der die Gäste nur äußerst knapp mit 26:24 die Oberhand behielten.

Die Hausherren hatten aber "Morgenluft gewittert" und legten, angetrieben von den Fans, noch einmal "eine Schippe" drauf. Nicht nur die Zuschauer waren in den beiden Folgedurchgängen total überrascht, auch der Gästesechser wirkte phasenweise ziemlich ungläubig. Kämpferisch überragend, mit viel taktischer Disziplin und hohem Aufschlagdruck erspielte sich der USC mit 25:17 (!) und 25:20 die nicht für möglich gehaltene 2:1-Satzführung und sorgte für lange Gesichter auf der Bank des VC.

Dieser musste nun unbedingt nachlegen, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren und tat dies auch. Magdeburg war ständig im Rückstand, musste beim 4:6 den nächsten Schock verkraften - Steffen Hockarth war umgeknickt, wurde seinerseits durch den dick getapten und "auf die Zähen beißenden" Bastian Ebeling ersetzt. Trotzdem kamen die "Studenten" wieder zurück ins Spiel, erreichten unter dem frenetischen Beifall der Zuschauer nach einem Vier-Punkte-Rückstand beim 19:19 den Ausgleich, gingen anschließend sogar 22:20 in Führung. Bei den folgenden Bällen "sündigten" die USC-Akteure dann aber zu viel. Zwei dicke Punktchancen wurden vergeben, der VC war wieder "am Drücker" und wendete somit die drohende Niederlage ab - 25:23.

Auch im Entscheidungssatz gab sich die Heimmannschaft nicht auf, war nach permanentem Rückstand beim 10:11 wieder dran. Jetzt war es aber der Brasilianer Pinheiro, der den knappen Erfolg des Favoriten sicher stellte und das USC-Team aus allen Träumen riss - 11:15 und damit 2:3.

Trotzdem konnten die Magdeburger erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen, hatten trotz aller personeller Rückschläge noch einmal deutlich ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und Werbung in eigener Sache gemacht.

USC: Abramow, Ebeling, Griep, Hockarth, Lautenschläger, Noack, Petereit, Stock, Stöter.