Bereits zum vorletzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr erwarten die Handballerinnen des HSC 2000 in der 2. Bundesliga Nord am morgigen Sonntag den Tabellenvierten TSV Nord Harrislee in der Mittellandhalle Barleben. Nachdem sich die Subocz-Sieben am vergangenen Wochenende beim TuS Lintfort den ersten Saisonerfolg erkämpfte, soll nun am 9. Spieltag vor heimischer Kulisse der nächste Sieg folgen. Anwurf ist um 16 Uhr.

Magdeburg. Keine Zeit zum Ausruhen bleibt den Bundesligadamen des HSC 2000 in diesen Tagen. Zwar haben die Sachsen-Anhalterinnen keine englische Woche zu bewältigen, doch schuftet das Team von Trainer Grzegorz Subocz derzeit doppelt so hart wie sonst.

Alles für den Erfolg lautet die Maxime, nach der sich die jungen Damen täglich im Training schinden, um auch am Wochenende wieder erfolgreich zu sein. Dann gastiert mit dem TSV Nord Harrislee nicht nur der aktuelle Tabellenvierte in der Mittellandhalle Barleben, sondern vielleicht sogar das Überraschungsteam der aktuellen Saison.

Die Schützlinge von Trainer Thomas Blasczyk überzeugen in dieser Spielzeit vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit, was sich auch auf die Spielweise der Holsteinerinnen auswirkt. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der beiden Toptorschützinnen Melanie Mie Legarth sowie Jana Lembke verteilt sich die Last nun auf den Rest der Mannschaft, was die Norddeutschen noch unberechenbarer macht. Jedoch bleibt auch abzuwarten, wie die junge Mannschaft mit dieser Bürde am Sonntag in fremder Halle umgehen kann, immerhin gehören die Gäste mit einem Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren auch zu den eher unerfahrenen Teams der Liga.

Ein ähnliches Phänomen findet sich auch auf Magdeburger Seite wieder. Waren es doch zuletzt vor allem die jungen Spielerinnen Beatrice Vogel, Anne Hubinger und Karleen Hartmann, welche Verantwortung im Rückraum übernahmen. Mit Yvonne Sachse verfügt Bandits-Trainer Grzegorz Subocz zwar seit dem letzten Spieltag über einen wieder genesende Routinier, jedoch muss er weiterhin auf Torfrau Andrea Klein sowie Franziska Bartl verzichten.

Zu allem Überfluss hatten auch Kristin Schüler und Jugendnationalspielerin Anne Hubinger unter der Woche mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Für einen Einsatz am Sonntag dürfte es dennoch reichen, wie beide bereits signalisierten.

Auch Alexandra Wolke konnte in dieser Woche erstmals wieder richtig ins Mannschaftstraining einsteigen, so dass die Elbstädterinnen am Sonntag personell zumindest gut aufgestellt sind. Mit dem Erfolg vom vergangenen Wochenende im Rücken dürfte man sich also Einiges ausrechnen bei den "Bandits", die nach dem Auswärtserfolg nun auch gerne zu Hause punkten wollen. Ob sich die Sonderschichten unter der Woche bezahlt machen, wird sich morgen in der Mittellandhalle Barleben zeigen.