Magdeburg (mkt/su) l Dabei hätten die Elbestädter diesen Punkt vor der Partie sicher sehr gern genommen. Das am Ende gar Wehmut über die beste Chance der heimischen Blau-Weißen durch den mazedonischen Auswahlspieler Mitrovski, der jedoch das Tor am langen Pfosten verfehlte, herrschte, sagt viel über die Leistung der Jungen aus.

Pokalatmosphäre mit der damit verbundenen Idee von Leidenschaft, Wille und Geschlossenheit sollte der Schlüssel dieses Spieles sein. Die Krönung des Plans fiel am Ende zwar aus. Dennoch war diese Leistung ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der jungen Mannschaft.

Kompakt und tief gestaffelt formierte sich der FCM, der mit Plewa statt Mitrovski, Churlinov statt Brunner, dem wieder spielberechtigten Harant für Siersleben und Schmidt für den verletzten Liesegang auf vier Positionen gegenüber dem Dresden-Spiel verändert agierte. Die Berliner dagegen verzichteten im ersten Durchgang noch auf ihren wohl verheißungsvollsten Spieler Meier.

Zahllose Versuche der Berliner Gäste verebbten immer wieder am Strafraum des Gastgebers. Es folgten zumeist zaghafte und nicht bis zum Ende durchgespielte Konterversuche der Magdeburger. Die größte Möglichkeit ließ in der 30. Minute der Berliner Zografakis liegen, der aus Nahdistanz verzog.

In Durchgang zwei dann glichen sich die Leistungen der beiden Mannschaften weiter an. Mutiges Attackieren der Magdeburger, häufiger schon in des Gegners Hälfte, machte den Berlinern zusehends Probleme. Chancen blieben trotzdem Mangelware.

Bis zur 75 Minute eben. Churlinov, Mitrovkis Landsmann, eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, schickte den Dribbler auf die Reise. Hätte der kleine Stürmer das Duell gegen den Torwart für sich entschieden , möchte man sich den Jubel des Team sicher gern mal ausmalen. So bleibt jedoch ein respektables Ergebnis gegen die große Hertha stehen.

Nun geht es im letzten Spiel des Jahres am Sonnabend gegen Union Berlin, dass im Kampf um den Klassenerhalt durch die drei Punkte beim FC St. Pauli wichtige Zähler sammelte und den Abstand zum FCM sicher weiter verkürzen möchte.

1. FC Magdeburg: Schmidt - Pung, Harant, Kuhnhold, Jürge, Churlinov (80. Gille), Schätzle, Lehmann, Plewa (70. Mitrovski), Müller (79. Brunner), Hübner (80. Hommel)