Magdeburg l In der Partie vor rund 130 Zuschauern in der Dynamohalle war WUM-Trainer Holger Dammbrück einmal mehr zur Improvisation gezwungen. Zwar standen Hagen Leditschke und Ilia Butikashvili wieder zur Verfügung, dafür fiel Thomas Postera kurzfristig erkrankt aus. Zudem war Lukas Schulle für dieses Spiel gesperrt.

So kam erstmals mit einem Zweitstartrecht der erst 15-jährige Jos-Elias Schermer für die WUM zum Einsatz, der mit Erststartrecht für den OSC Potsdam aktiv ist. Und auch die anderen Youngster Kevin Grulke und Robin Liebig gaben ihr Saisondebüt.

Das so stark verjüngte Magdeburger Team begann wie die Feuerwehr und führte durch vier Treffer des routinierten Centers Ilia Butikashvili sowie je einen Treffer von Kiril Litvin und Tom Hagendorf nach dem ersten Viertel mit 6:2.

Auch im zweiten Durchgang ließ sich das WUM-Team nicht überraschen und lag zur Halbzeit deutlich mit 12:3 vorn. Zweimal Wilhelm Block sowie Tim Richter, Max Lehnert, Kiril Litvin und Ilia Butikashvili sorgten für den beruhigenden Vorsprung. Dabei erzielte Butikashvili das wohl schönste Tor des Tages zum 12:3. Der fünffache Torschütze erkämpfte sich vor dem eigenen Tor den Ball und schwamm im Konter, begleitet von zwei Leipziger Spielern, durchs komplette Becken auf das gegnerische Tor zu. Abgeklärt ließ er dem Leipziger Torwart beim Abschluss keine Chance.

Das war der Zeitpunkt, ab dem WUM-Trainer Dammbrück der Jugend lange Einsatzzeiten gab. Zudem ließen es die erfahrenen Magdeburger Spieler deutlich ruhiger angehen. Offensichtlich zu ruhig, denn das Leipziger Team nutzte in dieser Phase seine Chancen und kam Tor um Tor heran.

Nach dem dritten Viertel stand es 14:8. Hagen Leditschke und Wilhelm Block trafen da für die Elbestädter. Auch wenn die Magdeburger in der Schlussphase reihenweise Chancen ausließen, die zweite Spielhälfte mit 4:9 abgaben, geriet der 16:12-Sieg nie in Gefahr. Debütant Jos-Elias Schermer und Hagen Leditschke trafen im vierten Abschnitt.

WUM-Trainer Holger Dammbrück war nach dem Spiel mit der Leistung seiner Jungs insgesamt zufrieden: „Die erste Hälfte der Partie war okay. Die erfahrenen Spieler um Tom Hagendorf und Ilia Butikashvili haben unser Spiel bestimmt. Nach der Halbzeitpause habe ich den Jugendspielern ihre Chance gegeben. Wenn nicht heute, wann dann sollen sie sonst lernen, sich im Herrenbereich durchzusetzen. Und teilweise sah das schon ganz gut aus. Dass wir dadurch das eine oder andere Tor mehr geschluckt haben, ist für mich zweitrangig.“

Auffällig war das gute Passspiel von Jos-Elias Schermer. Mit gutem Auge bereitete er zwei Treffer vor und erzielte mit einem schön vollendeten Konter das letzte WUM-Tor des Tages, zugleich sein erster Treffer im Herrenbereich.

Am 9. Januar geht es für die WUM-Männer um 18 Uhr in eigener Halle mit dem Spiel gegen den SV Zwickau von 1904 weiter.