Magdeburg l Marcel Hacker hat in diesem Jahr eine schwerwiegende Entscheidung getroffen: 15 Jahre nach seinem Bronzegewinn bei den Olympischen Spielen in Sydney (Australien) ist er aus dem Einer aus- und in den Doppelzweier eingestiegen, weil er seine Leistung auf internationaler Bühne nicht mehr als konkurrenzfähig erachtet hat. Für den Skuller vom SC Magdeburg war das ein Eingeständnis und ein Neuanfang zugleich. Gemeinsam mit dem Rostocker Stephan Krüger mischte er nämlich 2015 die neue Konkurrenz auf.

Europameister sind die beiden geworden, sie haben auch einen Weltcup gewonnen. Nur bei der Weltmeisterschaft in Aiguebelette (Frankreich) im September ruderten sie knapp an einer Medaille vorbei, belegten den undankbaren vierten Platz. In acht Monaten soll nun ihre Leistung mit olympischem Edelmetall in Rio de Janeiro belohnt werden. „Stephan möchte gerne mit mir den Zweier fahren“, erklärte der 38-jährige Hacker, der also seine fünften Sommerspiele in Angriff nimmt. Die Entscheidung darüber trifft allerdings der Bundestrainer Marcus Schwarzrock erst nach den deutschen Kleinbootmeisterschaften im nächsten April.

Für Krüger und Hacker sind die Rio-Spiele wohl der letzte Höhepunkt ihrer Karriere, die sie beide danach beenden wollen. Vielleicht. „Man soll niemals nie sagen“, hat Hacker nach der Rückkehr aus Aiguebelette lächelnd erklärt. „Manchmal gibt dir eine starke Saison den Motivationsschub, noch ein Jahr dranzuhängen.“

Sie können an der Volksstimme-Wahl zum „Sportler des Jahres in Magdeburg 2015" bis zum 5. Januar 2016, 24 Uhr teilnehmen. Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost, darunter Trikots des SCM und FCM, Eintrittskarten sowie viele Bücher und weitere Sachpreise.