Magdeburg (has) Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel der Oberliga-Volleyballer des HSV Medizin beim Burger VC standen nicht schlecht. Mit 4:2 Punkten in der Tabelle lagen die Elbestädter noch voll im Soll zu Saisonbeginn. Nach der vermeidbaren Niederlage zuletzt im Heimspiel gegen Zeitz wollten die Magdeburger das Nachbarschaftsderby bei den Ihlestädtern nutzen, um weitere Punkte einzufahren. Allerdings ging das voll daneben. Am Ende verlor der HSV-Sechser mit 1:3 (-21, -12, 17, -31).

Im ersten Satz waren die Chancen noch auf beiden Seitenrecht ausgeglichen, aber der Gastgeber hatte das bessere Ende auf seiner Seite – 25:21. Schon da deutete sich an, wo der HSV an diesem Tag seine Schwäche offenbarte, in der Annahme. Der Burger VC nutzte dieses gnadenlos aus und errang auch Satz zwei (25:12).

Nach deutlichen Worten in der Satzauszeit beim HSV und einigen Umstellungen in der Aufstellung lief es jetzt besser und deutlich wurde der dritte Satz für die Landeshauptstädter mit 25:17 gewonnen. Unbedingt wollte der HSV-Sechser nun den entscheidenden fünften Satz herbeiführen, um doch noch die Chance zu wahren, diesen Spieltag als Sieger zu beenden.

Aber es sollte mal wieder alles anders kommen. Der vierte Satz war nichts für schwache Nerven. Bis zum 23:20 führte der HSV ständig mit drei Punkten. Doch dann glichen die Burger zum 23:23 aus und gingen beim 24:23 in Front. In diesem Rhythmus ging es weiter, wurde verbissen um jeden Ball gekämpft. Als es beim 31:31 eng wurde, übernahm Burgs Kevin Jasper Verantwortung, forderte das Zuspiel und versenkte den Ball ins gegnerische Feld – die Halle stand Kopf. Den 33. Punkt zum Matchgewinn steuerte Medizin aufgrund einer schwachen Annahme quasi selbst bei.

Dabei standen nur acht HSV-Akteure zum Spieltag bereit, so dass wenig Alternativen zum Wechseln vorhanden waren, um mehr Möglichkeiten in der Spielgestaltung zu haben.

HSV Medizin: Brandt, Theel, Rohrschneider, Dorn, Wietfeld, Welkert, Oelsner, Weiss.