Magdeburg l Zu Gast im Stadion Wilmersdorf erwischten die Sudenburger einen Auftakt nach Maß. Die Offensive um Quarterback Lennart Lüttgau bekam zunächst den Ball und arbeitete sich sowohl mit Läufen als auch mit Pässen fast ohne Gegenwehr über das Feld. Zum Abschluss bediente Lüttgau sein Lieblingsziel Florian Knauer zur Führung der Elbestädter. Diese betrug nach dem verpassten Extrapunkt 6:0.

Die Defense des Aufsteigers tat er der Offensive gleich und dominierte ebenfalls, so dass sich die Berliner immer wieder schnell vom Ball trennen mussten.

Garde dominiert in der ersten Halbzeit

Die Garde verpasste es allerdings, offensiv direkt nachzulegen. Erst wurde ein vierter Versuch ausgespielt und von den Gastgebern verteidigt, dann wurde ein Pass von Lüttgau kurz vor der Rebels-Endzone abgefangen.

Im direkten Gegenzug fing aber auch Guards-Defensive Back Samer Abood einen Ball des gegnerischen Quarterbacks ab und brachte die eigene Offensive damit wieder in eine herausragende Position. Doch schaffte es der Aufsteiger erneut nicht, den Ball aus drei Metern in die Endzone zu bringen. Beim entscheidenden vierten Versuch war Marcus Jannaschks Lauf eine Balllänge zu kurz.

Aber kein Problem, denn nur drei Spielzüge später war es erneut Abood, der einen Pass der Hausherren abfing und die Gäste mit seinem Return wieder kurz vor die Endzone brachte. Diesmal konnte die Offensive davon profitieren. Wieder gingen die Virgin Guards volles Risiko und spielten den vierten Versuch aus. Diesmal fand Lüttgau erneut Florian Knauer in der Endzone, so dass sich der aggressive Spielstil bezahlt machte. Nach Sven Motzkus two-point-conversion ging es beim Stand von 14:0 in die zweite Hälfte.

Garde lässt alle Akteure spielen

In dieser kamen bei den Sudenburgern vermehrt Spieler zum Einsatz, die in der laufenden Saison zu weniger Spielzeit kamen. Die Berliner starteten indes stark und marschierten mit ihrem Laufspiel zum Touchdown zum 7:14.

Derweil tat sich auch die Offensive, die nun von Virgin Guards Urgestein Heiko Pittelkau auf der Quarterback-Position angeführt wurde, schwer, musste den Ballbesitz mehrmals hintereinander abgeben.

Berliner drehen im letzten Viertel das Spiel

So kamen die Berliner zum Start des vierten Viertels zum Ausgleich. Da die Magdeburger Offensive kaum noch zum Zug kam, musste es die Defensive richten. Philipp Werner fing die dritte Interception des Spiels und brachte sie direkt in die Berliner Endzone. Nach Lars Langes two-point-conversion führten die Virgin Guards damit wieder 22:14.

Mit einem Field Goal und einem Touchdown profitierten die Rebels-Reserve kurz vor Spielende aber noch von den insgesamt fünf Magdeburger Turnovern und sicherten sich doch noch den haarscharfen 23:22-Erfolg.

„Ganz nüchtern betrachtet haben wir in der zweiten Hälfte zu viele Fehler gemacht. Dadurch haben wir die Rebels wieder ins Spiel gebracht“, fiel Lüttgaus Fazit aus. Am Sonntag empfängt die Garde nun die Leipzig Lions zum letzten Spiel der Saison 2018.