Magdeburg l Nachdem die Elbestädter die vergangene Saison als Meister der Oberliga Ost abschließen konnten, starten sie in dieser Spielzeit in der Ost-Staffel der Regionalliga, Deutschlands dritthöchster Spielklasse.

Damit die Mannschaft um Head Coach Harald Völkel in der neuen Spielklasse auch konkurrenzfähig ist, hat sich im Winter einiges getan.

Head Coach Völkel ist zurück

Eine Neuerung ist der neue alte Trainer dabei selbst. Harald Völkel, der zuletzt die Geschicke der Braunschweiger Reserve in der Regionalliga Nord leitete, war ab der Saison 2012 schon einmal Cheftrainer der Magdeburger, musste sein Amt aber aus persönlichen Gründen niederlegen.

Nachdem Völkel ab Herbst 2016 dann das Amt des Cheftrainers der zweiten Mannschaft des 1. FFC Braunschweig bekleidete, kehrt er nun in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts zurück. Im Gepäck befindet sich neben einem umfangreichen Fachwissen und jahrelanger Erfahrung auch ein neuer Offensive Coordinator für die Garde.

Diesen Posten übernimmt in der neuen Spielzeit Christian Göge, der zuletzt im Nachwuchsbereich der Frankfurt/Oder Red Cocks tätig war. Mit ihm an der Seitenlinie soll die Offensive der Virgin Guards, die in der abgelaufenen Spielzeit ohnehin schon das Maß aller Dinge in der Oberliga war, in der neuen Saison noch variabler werden.

Knauer muss ersetzt werden

Allerdings muss Göge auch einen Weg finden, Wide Receiver Florian Knauer zu ersetzen, der in der letzten Spielzeit noch 17 Touchdowns erzielte. Den besten Passempfänger der Magdeburger zog es für ein Praktikum nach Ungarn, der genaue Zeitpunkt seiner Rückkehr ist indes noch unklar. Doch ist der Abgang Knauers der einzige nennenswerte Verlust des Aufsteigers.

Im Gegenzug konnten neben acht Spielern, die sich in den Probetrainings zeigten, auch vier Neuzugänge präsentiert werden, die vorher bereits in der Regionalliga oder noch höher spielten.

Als möglicher Knauer-Ersatz empfiehlt sich dort Wide Receiver Ben Hamelmann, der in der vergangenen Saison bei den Hamburg Huskies noch in der German Football League, der Bundesliga des American Footballs, spielte.

Neue Offesiv-Power

Außerdem bringt Völkel mit Sawas Ioannou und Fabian Kramer zwei Tight Ends mit, die zuletzt schon in Braunschweig unter ihm spielten und jetzt die Offensive der Elbestädter verstärken sollen.

Auf der defensiven Seite des Balls konnte sich die Garde die Dienste von Rückkehrer Samer Abood sichern. Dem Passverteidiger gelang in der vergangenen Saison noch gemeinsam mit den Potsdam Royals der Aufstieg in die German Football League (GFL).

Trotz der durchweg positiven Off-Season halten sich die Virgin Guards, was die Saisonziele angeht, vorerst bedeckt. „Wir wollen als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld mitspielen und kein Punktelieferant sein“, erklärte Pressesprecher Marcus Hellriegel.

Die Chance, die 2018er Virgin Guards das erste Mal in Aktion zu sehen, besteht beim ersten Testspiel am 15. April im heimischen Germerstadion gegen die Leipzig Hawks. Die Saison, in der es dann je zweimal gegen die Berlin Rebels II, die Berlin Thunderbirds, die Berlin Bears, die Spandauer Bulldogs, die Cottbus Crayfish sowie die Leipzig Lions geht, startet regulär Anfang Mai.