Dresden l Mit jeweils nur einem Run Unterschied mussten sich die Poor Pigs bei den Dresden Dukes geschlagen geben, nachdem das Team bei den 11:10- und 5:4-Niederlagen zunächst geführt hatte, müssen nun um das Heimrecht in den Meisterschafts-Play-offs bangen.

Dass die Magdeburger Baseballer nach den herben Klatschen eine Woche zuvor in Erfurt in Elbflorenz auf Wiedergutmachung aus waren, zeigte sich schon zu Beginn des ersten Spiels. Unter starker Mithilfe der Dresdner Feldverteidigung sprang im zweiten Spielabschnitt eine 7:0-Führung für die Gäste heraus. Pitcher Jorge Bergado war bis dahin auch gut aufgelegt, so dass den Angreifern der Dukes kaum etwas Zählbares gelang.

Spielwende zur Spielmitte

Zur Spielmitte hin wendete sich dann jedoch das Blatt. Die gegnerischen Schlagleute kamen besser mit Bergados Würfen klar und setzen die Defensive der Poor Pigs immer mehr unter Druck. Stück für Stück schmolz der Magdeburger Vorsprung bis zum 9:9-Gleichstand nach vier von fünf Spielabschnitten. Hier hatten die Gastgeber, vielleicht als Ausrichter des ebenfalls an diesem Tage stattfindenden Vereinsfestes zusätzlich motiviert, das Spielglück dann auf ihrer Seite. Mit zwei Runs im Nachschlagen konterten sie die erneute Magdeburger Führung und sicherten sich den knappen 11:10-Sieg.

Auch in der zweiten Partie des Tages boten beide Mannschaften, immerhin Meister und Vizemeister der vergangenen Saison, den Zuschauern ein gutes Baseballspiel. Die Pitcher Radek Novák (Pigs) und Stefan Schäfer (Dukes) zeigten zu Beginn kaum Unsicherheiten. Nach zwei Innings war das Spiel mit 1:1 absolut ausgeglichen. Zwar konnten die Domstädter dann durch einen Run von Julius Gleich eine 2:1-Führung erlaufen, es gelang aber nicht, sich entscheidend abzusetzen. So nutzten die Dukes im vierten Schlagdurchgang erneut die Gunst der Stunde: Mit vier Punkten drehten sie auch diese Partie. Zwei weitere Runs im letzten Spielabschnitt waren dann für die Gäste nicht genug. Mit einem Endstand von 5:4 war für die Pigs die nächste Doppelniederlage besiegelt.

Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen am 18. und 19. August ist für die Poor Pigs noch alles offen. Auf dem Sportkomplex „Tonschacht“ in Westerhüsen werden dann zunächst die Jena Giants und tags darauf die Erfurt Latinos zu Gast sein. Während für die Pigs die Halbfinalteilnahme bereits feststeht, würden mindestens zwei Siege aus den vier Partien zugleich auch Heimrecht bedeuten.