Magdeburg l Tobias Münch hatte zuletzt leichtes Spiel. Zehnmal stieg er erfolgreich zum Zweier in die heimische Hallenluft auf, viermal traf er bei sechs Versuchen von der Freiwurf-Linie. Das machte in der Summe 24 Punkte für den Hünen vom USC Magdeburg beim jüngsten Spiel gegen den RSVE Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf II, womit er seine Rolle als bester Werfer in der internen Schützenliste bestätigte.

Mit 126 Zählern führt Münch diese nämlich an. In der 2. Basketball-Regionalliga Nordost belegt der Center damit Platz neun. Das ist viel für jemanden, der die Liga als wohl letzte Chance sieht, „auf diesem Niveau zu spielen“, meinte der 34-Jährige vor Saisonbeginn auf der Facebook-Seite des USC. Und ergänzte: „Ansonsten bin ich gern in Zukunft das Maskottchen an der Seitenlinie.“

Zum Maskottchen reicht es für Münch noch lange nicht. Er ist ja ein Indikator für den späten, aber womöglich rechtzeitigen Schwung, den seine Mannschaft aufgenommen hat. Nach acht Niederlagen durfte Magdeburg gegen den RVSE endlich den ersten Saisonsieg feiern – mit 94:81. „Die Mannschaft wird immer besser“, freut sich Marius Gumpert. „Schon die Spiele zuvor hatten wir nur knapp mit vier, sieben und sieben Punkten verloren“, resümiert der Trainer. Dieser Aufschwung ist vor allem der Offensive zu verdanken: „Die Ideen haben zueinander gefunden.“

Bestes Freiwurf-Team der Liga

Wenngleich der USC nach wie vor Schlusslicht ist, er ist in dieser Liga auch ein Primus. „Mit verwandelten 73 Prozent unserer Freiwürfe stehen wir an der Spitze“, berichtet Gumpert. In anderen Statistiken dagegen fällt viel von der Spitze ab: „Gegen Teltow haben wir mal acht aus 17 Dreier getroffen, aber bislang sind wir darin ziemlich schlecht gewesen“, sagt der 23-Jährige. „Dabei kommen wir zu unseren Möglichkeiten.“ Aber nicht immer spielt die Hand am Ball dabei eine Präzisionsrolle.

Und was noch besser werden muss, das ist die Defensive. „Wir sind im Eins gegen Eins, ob mit oder ohne Ball, noch nicht gut genug.“ Was diese Zahl bestätigt: Mit 732 Punkten kassierten die Magdeburger so viele wie keine andere Mannschaft. Das sind opulente 81,33 Zähler im Schnitt.

Heute haben die Gumpert-Hünen bereits die Chance, diesen zu minimieren – bei Empor Berlin (18.30 Uhr), dem Tabellendritten. „Wir schauen uns Woche für Woche Videos an“, berichtet der Trainer. Und aufgrund der Erkenntnisse aus den laufenden Bildern trainiert der USC gegen die Fehler an.

Das Training soll nun im letzten Auswärtsspiel 2019 umgesetzt werden. Eine Woche darauf kommt die BG 2000 Berlin und damit der Zweite nach Magdeburg. Gumpert betont: „Ich will noch zwei Punkte in diesem Jahr holen.“