Magdeburg l Am Freitag ist es 21  Tage her. Drei Wochen sind vergangenen seit dem Tag, an dem die Fortunen ihr letztes Pflichtspiel bestritten haben. Ein 1:3 in Thalheim. Danach ging das Team, bedingt durch das frühe Ausscheiden im Landespokal und den Ligaspielplan – in der Verbandsliga ist an jedem Spieltag eine Mannschaft auf Grund der ungeraden Teamanzahl spielfrei – fast in eine zweite Sommerpause.

Kein einfache Situation für Trainer Dirk Hannemann. „Wir müssen einfach die Ruhe bewahren“, sagt er. Doch das ist einfacher gesagt als getan, da vor der Pause die Ergebnisse einfach nicht stimmten. Die Fortunen konnten erst eines ihrer fünf Spiele gewinnen. Nicht gut für das Selbstvertrauen vor der Reise am Sonnabend zu Romonto Amsdorf.

Fortuna muss mutig agieren

Die Männer vom Schöppensteg wissen um die Schwere der Aufgabe beim Landeschampion. „Daran dürfen wir aber nicht denken. Im Gegenteil, wir müssen mutig und aktiv im Spiel agieren, dann können wir es auch offen gestalten“, ist sich Hannemann sicher. Einen Weg zum Erfolg sieht der Trainer darin, dass man sich mit „positiven Aktionen in das Spiel einarbeitet und daraus das Selbstvertrauen zieht, um erfolgreich zu sein“.

Leichter gesagt als getan, wenn man seine Spiele zwar meist mitgestaltet, aber durch Konzentrationsschwächen in den letzten Sekunden Punkte verschenkt hat. So wie in Haldensleben (0:1) und daheim gegen Westerhausen (1:2) geschehen, als die Neustädter jeweils kurz vor Ultimo die entscheidenden Gegentore kassierten.

Trainer und Co-Trainer fehlen

Trotz der langen Spielpause müssen die Fortunen weiter einige Ausfälle verkraften. So fallen Nick Seguin, Karl-Heinz Postrach und Daniel Trinh verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus, Christopher Garz sitzt nach seinem Feldverweis zuletzt in Thalheim eine Sperre von zwei Spieltagen ab.

Eine neue Situation wird es am Sonnabend aber auch an der Seitenlinie der Neustädter geben. Da Co-Trainer Dirk Nitschke im Urlaub und Hannemann dienstlich verhindert ist, wird Abteilungsleiter und Teammanager Thomas Knobbe die Mannschaft coachen.

Spieler müssen an Grenze gehen

Hannemann will das Team trotzdem nach dem heutigen Abschlusstraining und bei der Verabschiedung am Spieltag nochmal einstimmen und ermutigen. Dabei kann er sich ganz auf die Unterstützung der erfahrenen Kicker im Team um Kapitän Bastian Benkel und Nils Kauffmann verlassen.

„Auch wenn diese Situation nicht gerade optimal ist, es hilft ja nichts. Wir müssen damit fertig werden“, meint der Coach. Der einstige Zweitliga-Kicker ist sich trotzdem sicher, dass man aus Amsdorf etwas mitnehmen kann. Aber eben nur dann, wenn „alle an ihre Grenzen gehen. Alles ist möglich, das sollte uns Zuversicht geben.“