Magdeburg l Dabei hatten die Neustädter in einer mitreißenden Partie in allerletzter Sekunde gerade noch die Niederlage abgewehrt und mit dem 2:2 nach einem Kopfball von Bastian Benkel einen Punkt gerettet.

Zuvor hatte Lukas Dudziak in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die hochverdiente Führung für den Gastgeber erzielt sowie Mounkalla Kassoum Amadou (86.) und Anass Ezzianj (90.) die ab der 70. Minute wie entfesselt auftretenden Gäste in Führung gebracht.

Fortuna domniert 70 Minuten

„Wir haben knapp 70 Minuten ein gutes Spiel gemacht, hätten in den ersten 20, 25 Minuten der zweiten Hälfte die Entscheidung herbeiführen müssen. Danach sind wir völlig von der Rolle gekommen, müssen letztlich noch froh sein, dass wir noch einen Punkt hierbehalten haben“, meinte Fortuna-Trainer Dirk Hannemann.

In der ersten Hälfte hatte Fortuna gute Gelegenheiten. Doch Christopher Garz scheiterte freistehend aus elf Metern an Mario Bellstedt im Dölauer Tor (15.), Denis Neumann setzte seinen Kopfball unbedrängt knapp neben dieses (23.). Auf der anderen Seite konnte Kevin Stauch gegen Matthias Hampel klären (17.).

Als alle bereits mit dem Pausenpfiff rechneten, schlug der Gastgeber in der Nachspielzeit zu. Nach einer Garz-Ecke stand Dudziak im Nachsetzen goldrichtig (45.).

Gastgeber lassen Chancen liegen

Mit Beginn der zweiten Halbzeit drängte Fortuna auf die Entscheidung. „Wir wollten das so, konnten aber unsere guten Chancen nicht nutzen“, so Hannemann. Garz (46., 55.) und Neumann (50.) blieben gegen den sportlich überzeugenden Bellstedt nur zweiter Sieger. Zwischendurch musste der im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit immer stärker in den Mittelpunkt rückende Stauch gegen Knaack klären (54.).

Ab der 65. Minute übernahm Dölau das Kommando. Nun standen Stauch und dessen Vorderleute immer mehr im Mittelpunkt des Geschehens. Mehrmals rettete der Abwehrverbund gegen Hallenser Torschussversuche auf oder kurz vor der Linie. Als dann Neumann den Dölauer Amadou im Strafraum von den Beinen holte, gab es Strafstoß, den Stauch aber gegen Hampel parierte (77.).

Dramatische Schlussphase

Doch in der Folge verstärkte der Gast nochmals den Druck, kam noch zum Ausgleich (86.) und gar zur Führung (90.). Die Nachspielzeit gehörte dann dem Gastgeber, der auch tatsächlich durch Kapitän Benkel noch den 2:2-Gleichstand markierte.

„Am Spieltag hatte sich das Ergebnis nach dem Spielverlauf noch wie eine Niederlage angefühlt. Einen Tag später ist es schon ein Punktgewinn. Stark war, dass meine Mannschaft nach dem 1:2 nicht aufgegeben hat“, freute sich Hannemann am Sonntag über das Remis.