Magdeburg l Der noch beim Warmmachen beider Mannschaften im Stadtfelder GutsMuths-Stadion niedergehende Platzregen sollte sich letztlich als Nassmacher für die Gäste erweisen. Bereits im Heimspiel mit 3:9 unterlegen, hatte der VfB Ottersleben auch am 25. Spieltag des Landesliga Nord beim MSV Börde letztlich keine Chance, unterlag wiederum deutlich mit 1:6 Toren.

VfB nutzt Chancen nicht

Dabei sah der VfB zu Beginn nicht wie ein klarer Verlierer aus. Doch wie so oft in dieser Spielzeit konnte das Team von Übergangstrainer Oliver Malchau seine klaren Chancen nicht nutzen, zeigte sich zudem in der Abwehr offen wie ein Schneunentor.

„Wir sind voll motiviert in die Begegnung gegangen. Dabei haben wir das auf die Platte gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Ich denke aufgrund der feinen Mannschaftsleistung können wir zufrieden sein“, freute sich MSV-Stürmer Patrick Kreutzer. Der erzielte nicht nur einen Treffer, sondern bereitete auch das 3:0 durch das Eigentor von Christian Meyer durch eine gekonnt hereingebrachte Ecke sowie das 4:0 von Börde-Kapitän Maik Leonhardt vor.

Kreutzer will immer viel

Dabei war Torjäger Kreutzer mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden: „Ich freue mich, wenn ich der Mannschaft helfen kann. Bei etwas mehr Konzentration hätten wir, also auch ich, aber noch ein, zwei Tore mehr machen können, ja müssen. Trotzdem haben wir die drei Punkte und das zählt.“

VfB-Kapitän Matthias Deumelandt hingegen erklärte: „Wir stehen da unten drin, wo wir eigentlich nicht hingehören. Das müssen wir jetzt annehmen und versuchen, unsere vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen. Dann bleiben wir auch in der Liga, egal auf welchem Platz. Das müssen wir jetzt aber über unsere Qualität einfach bringen.“

Gelegenheit dazu hat der VfB Ottersleben am kommenden Sonnabend, wenn Union Heyrothsberge ab 15 Uhr am Schwarzen Weg aufdribbelt. „Gegen Union haben wir nach dem 0:5 im Hinspiel auch noch eine Rechnung offen“, so der VfB-Kapitän. Der MSV Börde will seinen aktuell vierten Rang dagegen beim SV Irxleben verteidigen.

Preussen mit Personalsorgen

Ganz andere Sorgen haben dagegen die ambitionierten Landesliga-Kicker des MSC 1899 Preussen nach der 0:2-Niederlage im Topspiel des vergangenen Wochenendes beim starken Aufsteiger SSV 80 Gardelegen. Durch den verletzungsbedingten Ausfall gleich mehrerer Leistungsträger stark gehandicapt, verpassten die Preussen in Gardelegen zudem klarste Torchancen, hätten sich zumindest ein Remis redlich verdient.

Nun geht es am kommenden Sonnabend zum ebenfalls schwächelnden Spitzenreiter Staßfurt. Trainer Michael Böhm – der neben dem langzeitverletzten Martin Liebold in Gardelegen auch noch Tobias Tietz (Adduktorenzerrung), Steve Röhl (Oberschenkelprellung) und Florian Dethlefsen (muskuläre Probleme) ersetzen sowie Kevin Knöfler (Knie) früh auswechseln musste – klang leicht ratlos: „Ich hoffe, der eine oder andere zuletzt Fehlende kehrt bald zurück.“