Magdeburg l Als Kenny May in der 77. Spielminute den Treffer zum 2:2 erzielte, dachten viele der knapp 50 Zuschauer am Schöppensteg, dass der Heimverein wenigstens einen Zähler an diesem ersten Spieltag der Rückrunde gewonnen hat.

Immer diese Nachspielzeit

Zuvor lag der Gastgeber an diesem 18. Spieltag der Verbandsliga nach einer grottenschlechten ersten Hälfte durch zwei Gegentore von Lucas Krüger (11. Minute, 28.) mit 0:2 im Rückstand. Christopher Garz hatte in Hälfte zwei kurz vor May zum 1:2 (64.) getroffen. Doch dann kam die 92. Minute – und Tom Girke schloss einen Konter zum 2:3 ab.

„So ist Fußball. Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, sind da überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, resümierte Fortuna-Coach Dirk Hannemann. Allerdings hatte der Gastgeber auch in diesen 45 Minuten gegen den früh störenden Gast zwei glasklare Chancen. Doch beide Mal scheiterte Torjäger Philipp Glage an HSC-Keeper Florian Switala (17., 33.). „Gegen den griffigeren HSC, der mit den klareren Aktionen aufwartete, haben wir wieder einmal unsere Chancen nicht genutzt“, klagte Hannemann.

Ordentliche zweite Hälfte

Mit Beginn der zweiten Halbzeit, zwei Wechseln und Umstellungen kam Fortuna besser ins Spiel, erzielte Gleichwertigkeit – und den Ausgleich. Sowohl Garz als auch May überlupften dabei Switala sehenswert. „Da haben wir ordentlich gespielt, haben auch unsere Chance genutzt“, lautete Hannemanns Fazit über diesen Spielabschnitt. Eines wurde an diesem letzten Spieltag vor der Winterpause aber erneut sichtbar. Der Fortuna fehlt aktuell in entscheidenden Situationen das gewisse Fußballglück.

So hätte es vor dem 0:2 eigentlich Abstoß statt Ecke und vor dem 2:3 nach einem HSC-Foulspiel Freistoß für die Fortunen geben müssen. Hannemann wollte das aber nicht auf die Goldwaage legen. „Meine Mannschaft hat nach dem 0:2 Moral bewiesen. Darauf müssen wir aufbauen.“