Magdeburg l Lange Gesichter beim Landesligisten MSC 1899 Preussen am Sonnabend nach der 1:3 (1:1)-Heimpleite gegen Mitaufsteiger SSV Havelwinkel Warnau.

Abschied von den Zielen

Vom ambitionierten Saisonziel „Durchmarsch in die Verbandsliga“ hatten sich die Preussen zwischenzeitlich längst verabschiedet, doch gegen Warnau am Sonnabend und morgen (14 Uhr) im Nachholspiel gegen Einheit Wernigerode sollten sechs Punkte her. Das wird nun nichts mehr, vielmehr sind es jetzt schon 13 Zähler Rückstand auf Tabellenführer Staßfurt.

Die Preussen erwischten einen komplett gebrauchten Tag gegen spielerisch limitierte Gäste, die eigentlich nur ein Mittel, „Weit und hoch“, kannten und damit Erfolg hatten. Allerdings sah die Preussen-Abwehr bei allen drei Kontertoren alt aus, verlor einfache Zweikämpfe. Keeper Steven Ebeling war einziger Preusse in Normalform, rettete noch mehrfach, nachdem er zuvor von seinen Mitspielern im Stich gelassen wurde, war gegen die Treffer von Kevin Schmoock, Torsten Meier und nochmals Schmoock aber machtlos. Steve Röhl traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Trainer Daul frustriert

„Wir haben uns dem Schicksal ergeben, ohne uns zu wehren. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander“, so Trainer Alexander Daul. Ähnlich sah das auch der mit Adduktorenproblemen ausgewechselte Kapitän Tobias Tietz. Dessen Kumpel unter den Zuschauern, Nils Oliver Göres, dürfte sich jedenfalls überlegen, ob er im Sommer vom FSV Barleben zu den Preussen zurückwechselt.

Manager Klaus-Peter Theise sparte sich am Sonnabend die obligatorischen Badelatschen für den „Spieler des Tages“, ging auch lustlos zum abendlichen Mannschaftsessen ins Hotel „Ratswaage“.

MSC Preussen: Ebeling – Kupke, Knöfler, Appel, Bimenyimana (64. Fylypchuk) Gase, Preuss (72. Goudou), Tietz (43. Trinh), Sommermeyer, Röhl, Liebold