Magdeburg l Der 41-Jährige Krüger übernahm im Sommer den Posten des Trainers beim SV Fortuna II, nachdem sich der langjährige Erfolgscoach Marco Kilian, der die Fortuna-Reserve aus der Stadtliga bis in die Landesklasse führte, dazu entschied, sei Amt niederzulegen.

Gesucht und gefunden

Der neue Mann an der Seitenlinie leitete zuletzt die Geschicke des SV 09 Staßfurt II in der Salzlandliga sowie die der Verbandsliga A-Junioren der Staßfurter. „Ich hab in Staßfurt bereits im Winter verkündet, dass ich eine neue Herausforderung suche. Dann habe ich gehört, dass der SV Fortuna auf der Suche ist und habe mich dort gemeldet. Man könnte sagen, Fortuna hat gesucht und ich habe gefunden“, erklärt der Justizvollzugsbeamte seinen Wechsel an den Schöppensteg.

Dieser bringt für Krüger einige Umstellungen. Allein schon aufgrund seines Wohnsitzes in Staßfurt heißt es für ihn dreimal die Woche pendeln. Der 41-Jährige, dessen erste Trainerstation 2007 der SV Sankt Georg Hecklingen war, hat sich aber in den acht Wochen schon sehr gut eingelebt.

Freude an Fortuna

„Bei Fortuna gefällt es mir sehr gut. Es ist schon nochmal was anderes, als in Staßfurt. Die Spieler gehen hier viel professioneller an die Sache heran. Man merkt, dass die Jungs noch was erreichen wollen“, so Krüger zum größten Unterschied der beiden Reserve-Mannschaften. „In Staßfurt war dann schon mal der Geburtstag der Oma wichtiger als das Spiel am Sonntag. Wir hatten auch nur 15 bis 16 Spieler im Kader, da hat sich die Mannschaft auch das eine oder andere Mal selbst aufgestellt.“

Bei der Fortuna-Reserve ist das ganz anders: „Es fängt schon bei der Trainingsbeteiligung an. Wir haben hier einen breiten Kader, in dem sich jeder für die Spiele empfehlen muss“, freut sich Krüger über den unbekannten Luxus. Und auch die Kommunikation mit A-Junioren und erster Mannschaft läuft vom ersten Tag gut: „Die Zusammenarbeit hier ist klasse. Wir haben bereits abgemacht, dass in der Rückrunde einige A-Jugendliche bei uns eingebunden werden, um Erfahrung zu sammeln. Außerdem kann es mal sein, dass uns Dirk Hannemann Verstärkung aus der Ersten schickt“, so Krüger zur vereinsinternen Abstimmung.

Krüger will dazulernen

Als einziges Manko seines Wechsels sieht der 41-Jährige an, dass er die anderen Mannschaften nicht kennt: „Die Landesklasse und die Gegner dort sind für mich absolutes Neuland. Ich mache mir aber in jedem Spiel fleißig Notizen, um für die Rückrunde und künftige Spielzeiten besser gerüstet zu sein.“ So wird er es auch morgen machen, wenn der BSV 79 auf dem neuen Kunstrasen am Schöppensteg gastiert. Zur Not könnte sich der JVA-Beamte immer noch bei Börde-Trainer Peter Sauerbier erkundigen, mit dem er in der JVA Burg lange zusammen gearbeitet hat.

Im zweiten Stadtderby des 4. Spieltags empfängt Besiegdas Absteiger Olvenstedt. Während der SV Arminia nach Gommern und der HSV Medizin nach Samswegen müssen, spielen die übrigen Magdeburger Teams daheim. Der FCM II empfängt bereits heute Abend Gerwisch, morgen dann Börde II den SV Germania Güsen und TuS 1860 den SC Vorfläming Nedlitz.