Magdeburg l Torsten Marks meint es gerade nicht gut mit seinem Team. Oder vielleicht doch. Je nach Blickwinkel. Der Coach des MSC Preussen legt in den Trainings des Fußball-Landesligisten aktuell viel Wert auf Spieleröffnung und Umschaltspiel. „Die beiden Dinge haben mir am letzten Wochenende nicht so gefallen. Im letzten Ligaspiel gegen TuS sind wir öfter ausgekontert worden.“ Also heißt es nun auch für das Landespokal-Duell morgen mit dem SSV Warnau: ranklotzen: „Umschaltspiel zu trainieren, heißt ja immer viel zu laufen“, sagt er lachend.

MSC: neun Tore in zwei Spielen

Natürlich nehmen die Preussen-Kicker ihrem Coach die viele Laufarbeit nicht übel. Warum auch? Erfolg rechtfertigt alles. Und die letzten Wochen in der Landesliga waren überaus erfolgreich. Zu gut ist insgesamt die Stimmung im Team. Zwei Siege aus den letzten beiden Spielen stehen zu Buche. 9:2 sprechen Bände über die Formkurve. „Die Stimmung ist richtig gut im Moment“, sagt Marks. „Und auch die Trainingstage diese Woche waren sehr positiv.“

Trainer-Lob für Trainingsbeteiligung

Es ist also alles angerichtet für das ligainterne Duell mit Warnau. Rein von der Tabellensituation her gehen die Preussen favorisiert in das Spiel. Marks warnt aber: „Warnau ist eine der unbequemsten Mannschaften, die wir in der Staffel haben. Die spielen zwar einfachen Fußball, haben aber einr riesige Mentalität und sind sehr robust in ihrer Spielweise. Deshalb waren die Duelle in der Vergangenheit immer sehr eng.“

Wenig Rotation bei Preussen

Trotzdem spricht einiges für die Preussen: die Formkurve, aber auch die Konstanz in der Mannschaft. Marks musste bisher kaum wechseln. Vier Spieler haben die drei Ligaauftritte komplett durchgespielt: Torwart Steven Ebeling, Hannes Schock, Tom Kupke und Steve Röhl stehen bei 270 Einsatzminuten.

Bemerkenswert: Vier weitere Spieler haben bereits über 200 Minuten gesammelt. Für eine Amateur-Mannschaft ist das eine durchaus bemerkenswerte Statistik. Aber, sagt Torsten Marks, „die Junge tun auch viel dafür“. Was er meint: Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Und gerade im muskulären Bereich täten die Spieler viel, um Verletzungen vorzubeugen.

Daniel Zoll ist gesperrt

Marks wird also auch morgen wieder weitgehend auf seine etablierten Kräfte zurückgreifen. „Ersetzen muss ich nur Daniel Zoll, weil er in der ersten Runde eine Gelb-Rote Karte gesehen hat. Außerdem muss Lukas Koch arbeiten. Dafür ist Lorenzo Sori Acosta wieder dabei.“ Der Offensivspieler hatte zuletzt wegen einer Zerrung gefehlt.

Torsten Marks sieht sein Team also gut vorbereitet für die Zweitrunden-Aufgabe im Landespokal. Gestern Abend hat der Coach zum Abschlusstraining gebeten, dreimal hat seine Truppe in dieser Woche trainiert. Und wenn die Spieler am Sonnabend erfolgreich sind, werden sie ihrem Trainer auch die viele Lauferei der Woche nachsehen.