Magdeburg l Das hatten sich die Gastgeberinnen am Pfingstmontag auf Platz 2 neben der MDCC-Arena ganz anders vorgestellt, wollten ihr Heimspiel in der Qualifikationsgruppe 2 um den Aufstieg in die 2. Bundesliga gegen die Reserve der SGS Essen unbedingt gewinnen. Denn für die nächsten beiden Spiele müssen die Elbestädterinnen noch zum VfL Sindelfinden und zum Dauerrivalen 1. FC Union Berlin, der ihnen im letzten Regionalligaspiel der Saison vor Wochenfrist den NOFV-Titel noch wegschnappte.

Entsprechend engagiert begannen die MFFC-Girls, hatten vom Anstoß weg die erste Chance, als Natalie Grenz gleich zweimal an der nicht immer sicher wirkenden Gästekeeperin Jaqueline Birkholz scheiterte. Karla Görlitz hatte eine klare Chance, als sie eine zu kurze Rückgabe von Barakissa Coulibaly aufnahm, Birkholz aber erneut zur Stelle war (10. Minute).

Gäste gefährlich über die Au&#

Nach der Auftaktviertelstunde fanden die Gäste besser in die Partie, deutete vor allem Hanna Hamdi auf der rechten Außenbahn immer wieder ihre Schnelligkeit und Gefährlichkeit an. Die dunkelhäutige Außenspielerin war auch an den ersten beiden Treffern der Bundesliga-Reserve maßgeblich beteiligt.

Beim 0:1 nutzte sie eine Abwehrlücke auf der linken Seite, als die unglücklich agierende Emily-Katarina Hähnel außerhalb des Spielfeldes gerade etwas trank, überwand auch MFFC-Torfrau Gina Marie Mischke (37. Minute).

Das 0:2 durch Kirsten Nesse leitete Hamdi sehenswert ein, als sie den Ball gegen die unsortiert wirkende MFFC-Innenverteidigung in den Lauf von Nesse durchsteckte (43.). Beide Tore waren praktisch Geschenke der Gastgeberinnen.

Essen mit mehr Leidenschaft

Kurz nach Wiederbeginn prüfte Maja Hünnemeyer die MFFC-Keeperin mit einem Distanzschuss. Als Sarah-Sophie Jacobs den Ball vertändelte, und Michelle Marie Sinz allein durchlaufend das 0:3 erzielte, war die Partie entschieden (57.). Beim MFFC klappte praktisch nichts mehr, war der Kopf unten. Anders die Gäste, die gedanklich und vielfach auch körperlich immer einen Schritt eher am Ball waren und auch die entscheidenden Zweikämpfe gewannen.

„Der Gegner zeigte mehr Leidenschaft, mehr Willen, auch den Schritt zu machen, wenn es wehtut. Essen hat einfach einfachen Fußball gespielt“, nannte MMFC-Trainer Randolf Neumann unmittelbar nach Spielschluss die Ursachen für die Niederlage.

MFFC: Mischke – Hildebrand, Seidler, Jacobs, Schulz, Mauly, Räcke, Herbst (40. Puschmann), Hähnel (56. Knothe), Görlitz (46. Münch), Grenz