Magdeburg l Fenja Popp brachte am Sonntag die Gastgeberinnen in der 25. Spielminute in Führung. In der zweiten Halbzeit legten Fabienne Wendt und Donika Grajqevci gegen die Berlinerinnen nach. Der Magdeburger FFC dominierte weitestgehend das Spielgeschehen, während die Steglitzerinnen erst nach der Halbzeitpause mehr Eigeninitiative zeigten.

Coach macht aus der Not eine Tugend

Nachdem es bis eine Stunde vor dem Anpfiff noch wie aus Eimern geschüttet hatte, beruhigte sich die Wetterlage während des Spiels. Der MFFC hatte sich mit hoffnungsvollen Talenten aus der eigenen B-Jugend verstärkt, da einige Kaderspielerinnen der Frauen nicht zur Verfügung standen. So brachte Trainer Johannes Fritsch, der zeitgleich als Interimstrainer des B-Juniorinnen-Bundesligateams fungiert, mit Marie Oerlecke, Fenja Popp, Donika Grajqevci in der Startformation sowie Leonie Wichmann und Marie Friedrich auf der Bank gleich fünf Spielerinnen aus dem Nachwuchs-Bundesligateam.

Die Gastgeberinnen dominierten im ersten Spielabschnitt das Geschehen, erarbeiteten sich zahlreiche verheißungsvolle Möglichkeiten, von denen allerdings nur Popp nach Vorarbeit von Fabienne Wendt eine zur 1:0-Pausenführung nutzen konnte (25. Minute).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste aktiver, blieben im Angriff aber zu harmlos. Es dauerte nur acht Minuten, ehe Wendt von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 2:0 traf (54.). Anschließend hatten Popp, Chantal Schmidt, Grajqevci und erneut Wendt das 3:0 auf dem Fuß. Doch dauerte es bis zur 86. Minute. Erneut konnte Fabienne Wendt für Donika Grajqevci auflegen, und dieses Mal zappelte der Ball zum 3:0 im Netz des Berliner Tores. Kurz zuvor hatten die Gäste ihre beste Gelegenheit, doch MFFC-Keeperin Jana Tauer war beim Nachschuss im Anschluss an einen Freistoß auf dem Posten.

MFFC-Coach begeistert

MFFC-Trainer Fritsch zeigte sich vom Spiel begeistert: „Eine überragende Mannschaftsleistung. Überrascht bin ich nicht, denn als Trainer sehe ich Woche für Woche, was alles in diesem Team schlummert. Heute haben wir es gezeigt und uns dafür belohnt. Einzig die Chancenverwertung kann man kritisieren, darf dabei aber nicht vergessen, dass wohl eine der jüngsten Mannschaften der Frauenfußballgeschichte auf dem Platz stand. Das ist unsere Zukunft, und die macht Lust auf mehr.“

MFFC: Tauer – Spiller, Hildebrand, Oerlecke, Schulz, Schmidt (73. Hähnel), Wetzel (62. Wichmann), Münch, Wendt, Grajqevci, Popp (77. Friedrich)