Magdeburg l Dieser 26. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord hielt für die Magdeburger Vereine zwei Siege und eine Niederlage parat. Dabei ging ausgerechnet das einzige Heimspiel einer Magdeburger Mannschaft verloren. Der VfB Ottersleben unterlag am Schwarzen Weg der Union-Elf aus Heyrothsberge mit 2:3 (0:1). Mann des Tages war dabei trotz der Niederlage der Ottersleber Ilias Gkotzias.

Nach Rückstand Ausgleich

Zunächst brachte sein Doppelpack (54., 59.) den Gastgeber nach dem 0:2-Rückstand durch Gino Tandel (22.) und Daniel Stridde (53.) nach einer Stunde wieder heran. Dann leitete sein Fehler im Mittelfeld den letztlich entscheidenden Angriff zum 2:3 durch Tim Rieche (68.) ein.

Der VfB begann zunächst sehr nervös, hatte Glück, dass Union die Fehler nicht früher bestrafte. In der zweiten Halbzeit hatte beide Mannschaften viele Möglichkeiten. Da versagten dem VfB bis auf Gkotzias die Nerven. Andererseits konnte sich das Team bei Keeper Kevin Darius bedanken, der gerade im zweiten Abschnitt mit zahlreichen Paraden weitere Gegentreffer verhinderte. So bleibt der VfB weiter in akuter Abstiegsgefahr.

An der Tabellenspitze ist weiter alles offen

Dagegen ist an der Tabellenspitze weiter alles offen. Hauptgrund ist der 2:0-Auswärtserfolg des MSC Preussen beim Spitzenreiter SV 09 Staßfurt. Patrice Goudou stellte mit seinen beiden Treffern in der 54. und 81. Minute den Gäste-Erfolg sicher.

Preussen-Co-Trainer Virginijus Dapkus, der den stidienbedingt fehlenden Michael Böhm vertrat, schickte eine auf fünf Positionen gegenüber der vorwöchentlichen Auswärtspartie in Gardelegen veränderte Startformation auf das Feld.

Beide Mannschaften zeigten zunächst ein sehr von Taktik geprägtes Spiel, in dem Torchancen Mangelware blieben. Keiner wollte in diesem Gipfeltreffen den ersten Fehler machen und ein erstes Gegentor kassieren.

Flottes Spiel in Hälfte zwei

Erst in der zweiten Hälfte wurde das Spiel flotter. Das lag vor allen an den Gästen, die mit dem schnellen Goudou für manche Aufreger sorgten. Letztlich war es auch der Beniner, der mit seinen Toren den Aufstiegshoffnungen der Preussen wieder neues Leben einhauchte.

„Dieser Sieg war letztlich verdient“, befand nicht nur Staßfurt-Coach Jens Liensdorf. Sein Gegenüber Michael Böhm war natürlich ebenfalls sehr froh über das Ergebnis. „Ich habe am Ticker im Hörsaal mitgefiebert!“

So kletterten die Preussen wieder auf Rang zwei, haben genau wie der jetzige punktgleiche Rangdritte Staßfurt einen Zähler Rückstand auf Tabellenführer Wernigerode, der jedoch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Stadtfelder setzen ihre Erfolgsserie fort

Mit dem 3:0 (0:0)-Erfolg des MSV Börde beim SV Irxleben setzten die Stadtfelder ihre nunmehr seit fünf Spielen anhaltende Siegesserie fort, während die Erfolgsserie der Gastgeber riss.

Im ersten Durchgang passierte wenig, da sich gerade der Gast erst einmal an den holprigen Rasen gewöhnen musste. Kurzpassspiel war auf diesem Geläuf einfach nicht möglich. So hatte der MSV in Häfte eins nur eine Chance durch Falco Maß (39.). Doch auch der Gastgeber tat sich im Angriffsspiel schwer, sorgte lediglich mit Fernschüssen für ein wenig Gefahr.

Überragender Gäste-Kapitän

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie lebendiger. „Da haben wir dann, angetrieben von Kapitän Maik Leonhardt, viel Druck aufgebaut“, freute sich Mähnert.

Scheiterte M. Leonhardt in der 53. Minute noch an der Latte, war es vier Minuten später Torjäger Nico Rackwitz, der nach Vorabeit des Kapitäns das 1:0 (57.) für den MSV besorgte.

Die Gäste wurden jetzt immer sicherer und konnten nachlegen. Der sehr agile Falco Maß nutzte einen tollen Spielzug zwischen M. Leonhardt und Kreutzer freistehend aus Nahdistanz zum 2:0 (70.). Auch Treffer Nummer drei bereitete der überragende M. Leonhardt vor, bediente erneut Rackwitz, der per Kopf sein 14. Saisontor und den Endstand erzielte.

Die Irxleber wollten zwar den Ehrentreffer. Hatten aber Pech, als ein Kopfball von Martin Zander zweimal von der Linie gekratzt wurde.