Magdeburg l Magdeburgs einziger Liga-Vertreter SV Fortuna gastiert dabei am Sonntag ab 14 Uhr beim Haldensleber SC. Auch in dieser Saison ist die Fortuna von der Papierform her gegen den Haldensleber SC krasser Außenseiter. Beide Mannschaften trafen seit 2007/08 bisher 14-mal zu Punktspielen und einmal zu einer Landespokal-Begegnung aufeinander. Dabei behielt der HSC elfmal die Oberhand, zweimal trennte man sich Remis, und nur zweimal verließen die Fortunen den Platz als Sieger. Die Siege gelangen 2016/17 (2:1) und 2017/18 (3:0) jeweils daheim in Verbandsliga-Punktspielen. So reisen die Neustädter auch in dieser Saison als Außenseiter an die benachbarte Ohre.

Solche statistischen Ergebnisse zählen aber für Trainer Dirk Hannemann nicht viel. Er konzentriert sich mit seinem Team mehr auf die aktuelle Situation. „Wir haben die drei Wochen intensiv genutzt, um vor allem im mentalen Bereich viel mit den Spielern zu arbeiten und das bisherige Geschehen aufgearbeitet“, so der Coach.

Kraft und Nerven haben gelitten

Der intensive Saisonbeginn mit den vielen englischen Wochen hat letztlich nicht nur Kraft gekostet. Die später fehlenden Erfolge haben an den Nerven gezehrt. Der Trainer: „Wir haben versucht, den Spielern zu vermitteln, dass es darauf ankommt, auf dem Platz zu zeigen, was man kann. Diese Erkenntnis hat eben auch viel mit dem Kopf zu tun.“

„Zudem haben wir im konditionellen Bereich und am Abschluss gearbeitet“, so Hannemann weiter. „Wir waren vor allem vorn einfach zu stumpf. Während der Gegner oftmals den geringsten Fehler mit einem Tor bestrafte, sündigten wir vor dem fremden Kasten.“

Mit Erfolgserlebnissen belohnen

Dem Fortuna-Trainer-Team kam es dabei darauf an, ihren Kickern die Gewissheit zu vermitteln, dass sie sich „nur selber mit positiven Erlebnissen belohnen können. Nutzen wir unsere Chancen, schaffen wir Erfolgserlebnisse, die sich positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken.“

Auch wenn Hannemann weiß, dass es im Haldensleber Waldstadion schwer wird, will das Team unbedingt punkten, „um Kraft und Selbstvertrauen aus dem Spiel zu ziehen.“

Fast alles an Deck

Personell hat Hannemann einen knapp 20 Spieler umfassenden Kader zusammen. „Marvin Windelband plagt sich mit einer Erkältung herum, Patrick Kemter weilt im Urlaub. Ansonsten sind alle an Deck“, so der Coach. Im Kasten steht wieder Emirhan Ulubay. „Ich hoffe, er bleibt verletzungsfrei“, so Hannemann. Ansonsten ist der Verein weiter auf der Suche nach einem Torhüter. „Vielleicht können wir im Winter etwas machen.“

Derweil hilft A-Junioren-Keeper Yannik Muhs bei den Männern aus, da der kurzfristig verpflichtete Lucas Schulz beruflich sehr eingebunden ist. Das war den Neustädtern aber bereits bei dessen Engagement klar.