Magdeburg l Als sich der BSV 79 und der Post SV die letzten beiden Male begegneten, ging es für beide Teams noch um die Stadtmeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Wenn sich die Stadtmeister der letzten beiden Jahre nun am morgigen Sonnabend gegenüberstehen, sind beide nur noch kleine Fische im größeren Teich der Landesklasse 2.

Cracauer ein Jahr eher hoch

Nachdem der erste Spieltag sowohl für die Stadtfelder daheim gegen Absteiger Burg (2:4) als auch für die Cracauer zu Gast bei Aufsteiger Niederndodeleben (1:3) mit Niederlagen endete, geht es im direkten Duell diesmal zunächst um Punkte für den Klassenerhalt.

Man kennt sich

„Wir kennen Post durch die vielen Begegnungen der letzten Jahre sehr gut und haben höchsten Respekt vor der Arbeit, die dort geleistet wird“, erklärt BSV-Coach Stephan Behrens vor dem Wiedersehen. „Durch die vielen Duelle wissen wir aber auch genau, worauf es gegen Post ankommt“, so der 39-Jährige.

Genauso ergeht es den Gästen vom Westring, für die die Landesklasse mit Ausnahme des BSV 79 eine Liga voller unbekannter Gesichter ist. „Der BSV hat sich seit dem Aufstieg kaum verändert. Von daher wird es sicherlich ein ähnliches Spiel, wie die letzten in der Stadtoberliga“, spekuliert Post-Trainer Jörg Grau.

Vorteil liegt beim BSV

„Der Vorteil liegt dennoch beim BSV. Zum einen, weil sie ihren kleinen Platz am besten kennen – und der wie ein zwölfter Mann für sie ist – zum anderen, weil sie ein Jahr Erfahrungs-Vorsprung in der Landesklasse haben“, so Grau.

BSV 79 im Vorteil

Auch die letzten beiden Begegnungen der Saison 2017/18 sprechen auf dem Papier für den morgigen Gastgeber. Zum Hinrunden-Abschluss gewannen die Cracauer seinerzeit mit 3:2 an der Spielhagenstraße, woran sich Defensivspieler Sascha Gruschinski noch heute gerne zurückerinnert: „Das war vielleicht sogar der Knackpunkt unserer Aufstiegssaison, weil wir in diesem Spiel gesehen haben, dass wir auch gegen einen starken Gegner nach einem Rückstand zurückkommen können.“

Der 1:0-Heimsieg im letzten Saisonspiel war für den im Anschluss zum Stadtmeister gekrönten BSV dann die Kirsche auf der Torte. Ob Gruschinski, der damals in der letzten Begegnung per Elfmeter den einzigen Treffer markierte, morgen mit von der Partie ist, steht noch in den Sternen.

Gruschinski wackelt

Der 30-Jährige, der gegen die so offensivstarken Postler eine wichtige Stütze in der Abwehr einnehmen sollte, wollte eigentlich schon zum Auftakt spielen. „Das Sprunggelenk macht aktuell aber ein paar Probleme. Ich hab bei der Erwärmung schon gemerkt, dass es nicht geht“, erklärt er sein Fehlen gegen Neuling TSV Niederndodeleben. So musste er von außen mitansehen, wie der Saisonstart beim Aufsteiger verloren ging.

„Gefühlt hatten wir nicht die richtige Einstellung zum Spiel, waren in den Zweikämpfen nicht gallig genug“, ärgerte sich der Defensivroutinier noch Tage später. „Wenn wir unsere Härte gegen einen so spielstarken Gegner wie Post wieder nicht auf den Platz bekommen, wird uns das auf die Füße fallen“, weiß er.

Für das  Duell der beiden letzten Stadtmeister appelliert der Vizekapitän darum an alte Tugenden: „Schon in unserer Aufstiegssaison waren wir Post nicht spielerisch überlegen, aber mit Kampf und unbedingten Willen konnten wir das wettmachen. Genau diese Einstellung braucht es wieder.“