Magdeburg l Seine zweite Auflage unter dem Namen „Wernesgrüner-Cup“ erlebt am kommenden Freitag das traditionelle Magdeburger Hallenfußballturnier. Zum zweiten Mal findet dieses Großereignis für Mannschaften aus der Landeshauptstadt und deren Umgebung auch in der Getec-Arena statt.

Die Traditionen des Turnieres gehen allerdings bis in das Jahr 2001 zurück. Damals begründeten der MSV 90 Preussen und sein Sponsor, die Kroschke sign point GmbH um ihren rührigen Chef Heiner Laugisch, die Turniertradition.

Verein übernimmt Organisation

Nach einigen Jahren übernahm zunächst das Unternehmen die alleinige Organisation und Durchführung, ehe ein eigens gegründeter Verein unter Führung von Laugisch jährlich dieses Hallenspektakel organisierte. Laugisch und seine Mitstreiter betrachteten das Turnier zum einen aus sportlicher Sicht als Turnier für die Magdeburger Vereine und zum anderen als Cup der regionalen Wirtschaft.

Der Erlös dieses Turnieres floss, bis auf eine Summe für die Anschubfinanzierung der kommenden Auflage, stets komplett in den Nachwuchs Magdeburger Sportvereine. So kamen über die Jahre knapp 400 000 Euro dem hiesigen Sportnachwuchs zugute. Dabei wurden nicht nur Projekte der beiden Vorzeigevereine 1. FCM und SC Magdeburg mit finanziellen Hilfen bedacht.

FCM übernimmt Geschicke

2016 zog sich der Verein aus organisatorischen Gründen zurück. Zwei Jahre lief das Turnier, welches jetzt vom 1. FC Magdeburg mit Hilfe ehemaliger Vereinsmitglieder organisiert wurde, unter der Regie des Clubs.

Seit 2018, nun mit dem Club als alleiniger Organisator fungierend, heißt das Turnier „Wernesgrüner-Cup“, steht am Freitag vor seiner zweiten Auflage.

Ein Blick in die Turnierannalen zeigt, dass sich bisher sieben Vereine in die Siegerliste eintragen konnten. So holte der 1. FC Magdeburg durch sieben Erfolge seiner ersten Mannschaft und einen Turniersieg seiner „Zweiten“ den Pott bisher achtmal. Germania Halberstadt (3), der MSV 90 Preussen und Eintracht Braunschweig II (je 2) folgen. Jeweils einmal setzten sich der TSV Völpke, der VfL Wolfsburg II und der FSV Barleben durch.

Kallnick zweimal bester Torjäger

In den Annalen der besten Einzelspieler tauchen über die Jahre hinweg bekannte Magdeburger Spieler auf. So wurde der jetzige FCM-Macher Mario Kallnick zweimal bester Turnier-Torschütze. Gleiches gelang auch Simon Weiß, der heute beim SV Arminia spielt.

Als bester Spieler wurde u. a. der jetzt bei den Alten Herren des MSV 90 Preussen spielende Pierre Lindner geehrt. Auch Björn Lindemann, Fabio Vitteriti und Mario Farrona Pulido erhielten diese Ehrung.

Bei den Torhütern ragt der dreifache Sieger Steven Ebeling heraus, der zweimal im Dress des VfB Ottersleben sowie einmal im Trikot des MSV 90 Preussen geehrt wurde. Zuletzt erhielt Christian Beer von der Traditionself des FCM diese anerkennende Auszeichnung.