Magdeburg l Für eine „sehr große Erleichterung“ sorgten die Handball-Herren des BSV 93 an diesem Sonntagabend: Dabei hatte Trainerin Lisa Schaake zur Pause noch einige Kritikpunkte, die sie ihrer Mannschaft in Form einer „klaren Ansage“ mit auf den Weg gab. „Wir haben in der Halbzeit klar angesprochen, dass unsere Abwehrarbeit besser werden muss. Unsere Absprache hat nicht gepasst, was zu leichten Toren geführt hat“, berichtete Schaake und resümierte zufrieden: „Die Ansage hat Wirkung gezeigt. Es ging ein richtiger Ruck durch die Mannschaft.“ Der gegen Lok Stendal zugleich zum ersten Saisonsieg in der Verbandsliga führte: 36:23 (14:12).

Während die Olvenstedter im ersten Durchgang immer nur knapp in Führung lagen, konnten sie nach dem Seitenwechsel davonziehen. Mit einem 5:0-Lauf stellte der BSV die Weichen zum ersten Saisonsieg. Auch, weil die Keeper Kevin Dreiling und Martin Halloul ihren Kasten regelrecht zunagelten. „Unsere starke Torhüterleistung war ein Schlüssel zum Erfolg“, meinte Schaake zufrieden.

Ein weiterer Schlüssel war das Verteilen der Last auf viele Schultern. Denn hinter John Bade, der mit sieben Treffern bester BSV-Schütze war, waren die Olvenstedter in der Schützenliste sehr breit aufgestellt.

Fast jeder trifft

„Fast alle Jungs konnten sich in die Torschützenliste eintragen“, freute sich Schaake beim Blick auf die Statistik, die gleich elf verschiedene erfolgreiche Werfer auf der Heimseite zeigte. „Das ist auch die Art und Weise, wie wir es angehen wollen, nämlich über die mannschaftliche Geschlossenheit“, ergänzte die Trainerin.

Diese sah am Sonntag nur neuneinhalb Minuten nach dem Wiederanpfiff die erste Zehn-Tore-Führung ihrer Mannschaft, konnte sich nach Jannis Köllners Treffer zum 23:13 gedanklich schon auf den Premieren-Erfolg einstellen. „Für Jannis freut es mich, dass er Selbstvertrauen tanken konnte“, erzählte Schaake. Köllner teilte sich letztlich mit Tommes Reiner Vehse (beide fünf Tore) den Status des zweitbesten BSV-Werfers.

Da tat es der Stimmung auch keinen Abbruch, dass der letzte Treffer zum 36:23-Endstand den Gästen gehörte. „Ich habe überhaupt nichts auszusetzen“, freute sich die Olvenstedter Trainerin und lobte: „Das war eine ganz tolle Leistung von der gesamten Mannschaft.“