Magdeburg l Mit drei Niederlagen und 26:6 Punkten sind die Elbestädter derzeit Dritter hinter der SG Flensburg (30:2) und den Füchsen Berlin (28:4). Zum Saisonstart im September gab es für das SCM-Team um Neutrainer Fabian Metzner in Kiel eine ernüchternde 27:32-Niederlage. Mitte November folgte eine 28:39-Heimpleite gegen die SG Flensburg, zuletzt kam der HSV Hamburg zu einem 43:36-Erfolg in Magdeburg.

Nach Pleite gegen HSV brannte die Luft

Danach brannte beim SCM die Luft, denn die drei Niederlagen wiegen angesichts des Restprogramms mit Auswärtsspielen am 23. März bei den Füchsen und acht Tage später in Flensburg schwer. „Nach der Niederlage gegen den HSV gab es täglich Aussprachen. Mal im Team und natürlich individuell. Auch Jugendkoordinator Yves Grafenhorst war vor Ort“, beschrieb Trainer Metzner die Situation nach der dritten Saisonpleite. Die ließ das Ziel Teilnahme am Meisterschafts-Viertelfinale, für das sich die beiden erstplazierten Teams der Bundesliga-Staffel Nord-Ost, West, Mitte und Süd qualifizieren, fast aus den Augen verlieren.

Anschließend bekamen die Magdeburger, die im Vorjahr gegen Dauerrivale Füchse Berlin im Meisterschaftsfinale zweimal verloren, die Kurve, gewannen am Freitag in Potsdam souverän mit 30:25 (16:13). „Wir dürfen jetzt keinen Punkt mehr abgeben, wollen wir unsere Chance wahren“, beschwor SCM-Coach Metzner, Vertrag bis 2020, seine Schützlinge.

Sieg in Potsdam gibt neuen Mut

Die sind sich der Bedeutung, aber auch Schwere der anstehenden Spiele offensichtlich bewusst, konnten sich beim Erfolg in Potsdam auf die Tore des lange verletzt fehlenden Oskar Schöll (7) und von Youngsters-Akteur Yannick Danneberg (5) verlassen. Dazu vernagelte Lukas Diederichs, der eine Woche zuvor in der 3. Liga der Männer beim 33:29 gegen den TSV Burgdorf mit 19 Paraden eine ganz starke Leistung bot, seinen Kasten.

Während die Flensburger und Berliner, gegen die der SCM nach der Startpleite in Kiel beim 33:26 in heimischer Halle ein Feuerwerk abbrannte, am kommenden Wochenende spielfrei sind, müssen die Magdeburger am Sonnabend zum VfL Bad Schwartau.

Insgeheim hofft man beim SCM, dass die Flensburger aufgrund der Doppelbelastung – zahlreiche A-Jugendliche spielen in der 3. Liga für die akut abstiegsbedrohte zweite Männervertretung der SG – noch Federn im Meisterschafts-Endspurt lassen. Andererseits könnte auch der BSV 93 Magdeburg, der noch gegen das führende Trio ran muss und um den Klassenerhalt spielt, vielleicht zum Zünglein an der Waage werden.