Statistik

SCM: Patzwaldt, Behrendt – Kloor 1, Bahr 7, Möller 3, Uscins 6, Eberhard 1, Hoffmann 1, Ruddat 3/1, Winter 3, Krull, Döbler 8, Eißing 1

Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich – Zuschauer: 120 –

Zeitstrafen: 4 (Disqualifikation Möller) / 4 – Siebenmeter: 1/1 - 6/5

Magdeburg l Der Druck auf die Gastgeber war groß. Die Freude nach dem 34:31 (12:9)-Erfolg über den Spitzenreiter der Meisterrunde 2, die JSG Melsungen, bei den A-Jugend-Handballern des SC Magdeburg nach dem Schlusspfiff daher um so größer.

„Mit zehn Minuspunkten wäre es dann doch schwierig“, fielen auch Trainer Fabian Metzner gleich mehrere Steine vom Herzen, halten sich die Elbestädter jetzt doch wieder alle Möglichkeiten auf das angestrebte Erreichen des Viertelfinals um die deutsche Meisterschaft offen. Zumal Hauptkonkurrent Rhein-Neckar Löwen beim SC DHfK Leipzig patzte.

Fünf Teams streiten um vier Plätze

„Es bleibt dabei, fünf Mannschaften streiten sich um die vier ersten Plätze”, freut sich Metzner über die allwöchentlichen Bewährungsproben in der starken Runde mit acht Teams. Weitere folgen für den SCM auf dem Fuß: Zunächst geht es am Sonnabend nach Pforzheim, ehe die beiden Duelle gegen jenen SC DHfK Leipzig anstehen.

Gegen die Melsunger, bei denen der SCM den ersten Vergleich noch klar mit 21:37 verloren hatte, lagen die Gastgeber nur einmal beim 0:1 hinten. Schnell bekamen sie am Sonnabend Spiel und Gegner in den Griff. Dabei konnte Coach Metzner im Vergleich zum Hinspiel auf sein nahezu bestes Aufgebot zurückgreifen. Nur Pechvogel Oskar Schöll, bei dem sich der Verdacht auf einen Kreuzband-riss im nicht vorgeschädigten rechten Knie bestätigte und der morgen operiert werden soll, konnte nur zuschauen.

Patzwaldt überzeugt im Tor

Im Gegensatz zur Vorwoche bei den Löwen führten die SCM-Jungs schnell mit 6:3, später 9:5. In Östringen lagen die Grün-Roten nach zehn Minuten mit 1:5 hinten. „Im Angriff hat das heute super funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten. Auch die Abwehr hat mit neun Gegentoren in den ersten 30 Minuten gut gestanden“, resümierte Metzner. Dabei konnte Janik Patzwaldt im SCM-Tor gegen die Würfe von außen und aus dem Rückraum glänzen. Metzner: „Das war schon sein Auftrag.“ Dagegen lag die Angriffseffizenz der Hausherren im ersten Abschnitt infolge zahlreicher technischer Fehler unter 50 Prozent. Sonst hätte der Club zur Pause mit mehr als drei Toren führen können.

Mit Wiederbeginn gab es im Spiel der Magdeburger nach der umstrittenen Roten Karte gegen Alexander Möller einen Bruch, kamen die Gäste zum 19:19-Ausgleich (45. Minute). Zum Glück traf der starke Renars Uscins postwendend zum 20:19, parierte der kurz zuvor eingewechselte Niklas Behrend gleich einen freien Wurf, später auch noch einen Siebenmeter.

Döbler bleibt cool

Der SCM übernahm wieder das Zepter, vor allem Kreisspieler Lasse Oskar Bahr und der abgezockte Justin Döbler sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Gastgeber sich wieder deutlich absetzen konnten (30:24/56.). Der gebürtige Mecklenburger Döbler, der vor drei Jahren aus Neubrandenburg ans Magdeburger Sportgymnasium wechselte, blieb bei seinen acht Toren ganz cool. „Mit Druck kann ich ganz gut umgehen. Ich mach mir da nicht so große Sorgen“, blieb der aus Stavenhagen stammende Rückraum-Linke auch nach Spielende unaufgeregt.