Magdeburg l Das Viertelfinal-Hoinspiel um die deutsche Handball-Meisterschaft dieser Altersklasse war vom Anpfiff weg umkämpft. Beide Teams, gespickt mit körperlich starken und Drittliga-erfahrenen Akteuren, schenkten sich nichts, so dass die Führung mehrfach wechselte.

Beim 11:8 und 12:9, jeweils durch den wuseligen Linksaußen Alex Reimann, und dem 13:10 durch Rechtsaußen Benedikt Hack konnten sich die Gastgeber jeweils mit drei Toren absetzen, mussten aber in doppelter Unterzahl wieder den 13:13-Ausgleich hinnehmen (27.). Auch nach Ende der ersten Halbzeit war die Partie mit 16:16 ausgeglichen.

Remis zur Pause

Bei den Gästen fielen der bullige kahlköpfige Abwehrorganisator Lars Röller, der sich am Kreis harte Duelle mit Justin Kurch lieferte, sowie im Angriff Jan Schneibel, mit acht Toren bester Werfer der Löwen, auf.

Im zweiten Abschnitt wechselte Max Mohs für Lukas Diedrich, die wie Jens Osterloh und Jan Schwaneberg abends zuvor noch für die Youngsters aufliefen, ins SCM-Tor, parierte gleich erstmal drei Bälle in Folge. Jetzt packte auch die SCM-Abwehr energischer zu, leitete erfolgreiche Konter ein, von denen Renars Uscins in Unterzahl einen zum 20:17 nutzte (40.). Hack und Oskar Schöll erhöhten sogar auf 22:17 (42.). Die Halle stand jetzt kopf.

Allerdings konnte der Fünf-Tore-Vorsprung nicht gehalten werden, der SCM sich nicht weiter absetzen, auch, weil Gästekeeper Adam Studentkowski zunehmend besser ins Spiel fand. Reimann gelang mit einem frechen Heber zwar das 23:18, doch dann scheiterte Justin Kurch mit einem Strafwurf, waren die Gäste beim 25:23 wieder dran (55.). Hannes Bransche erzielte, nachdem Mohs noch zweimal stark parierte, mit dem Schlusszeichen den 28:25-Endstand.

Höhen und Tiefen

„Wir haben super tollen Handball gesehen von beiden Seiten. Kämpferisch stark, fair, mit vielen tollen Aktionen. Wir hatten einige Höhen und Tiefen, haben aber heute gezeigt, dass wir zu den besten Mannschaften in Deutschland gehören. Siege zuletzt gegen die Füchse Berlin und jetzt Rhein-Neckar Löwen zeigen schon, dass wir auf einem tollen Weg sind und dass wir mithalten können. Drei Tore Vorsprung heißt natürlich nicht viel, aber immerhin ist es ein Sieg. Die Gäste hatten eine Schwächephase, Mohs war da sehr stark, doch das nutzten wir nicht. Aber das gehört zum Sport. Wenn es gut läuft, dann zieht man auf zehn, wenn es schiefläuft, kann man auch verlieren. Ich bin aber stolz auf die Jungs“, schätzte SCM-Trainer Vanja Radic das Geschehen ein.

Am kommenden Sonntag steigt in der Stadthalle Östringen das Rückspiel.

SCM: Diedrich, Mohs – Reimann 7, Uscins 1, Bransche 3, Baumgart 2, Hack 6, Scholl 1, Y. Danneberg, Osterloh, Schwaneberg, Neuhaus 2, Kurch 6/3