Magdeburg l Youngsters-Trainer Vanja Radic fiel nach dem Schlusszeichen in der umkämpften Begegnung ein Stein vom Herzen, bezeichnete das Remis als Erfolg. „Wir haben mal wieder gesehen, welche Schwierigkeiten uns eine clevere Mannschaft bereiten kann“, so Radic, der in der laufenden Saison schon vier Niederlagen mit einem Tor Unterschied hinnehmen musste.

Radic lobt Moral

Andererseits, hätte das Spiel auch nur fünf Minuten länger gedauert, wären wohl die Youngsters als Sieger vom Parkett der Gieselerhalle gegangen. Nicht nur, weil sie mehr Körner zum Zusetzen hatten und ein hohes Tempo gingen, sondern auch im Ergebnis der Deckungsumstellung. Radic brachte nämlich Yannick Danneberg als zweiten Langen für den Innenblock, lobte zudem: „Unsere Moral war okay. Es war ja nicht das erste Spiel, in dem wir schon weit hintenlagen und noch zurückkamen.“

Allerdings haben seine Spieler Gästekeeper Florian Link auch berühmt geworfen, allen voran Justus Kluge vor der Pause: „Link hat viele Bälle aus sechs Metern gehalten. Allein Justus scheiterte dreimal. Das hat schon ein bisschen wehgetan. Darum ist er später draußen geblieben, weil die Leistung einfach nicht mehr gestimmt hat“, kritisierte der Coach den Linksaußen, der heute seinen 21. Geburtstag feiert. Für Kluge kam Alex Reimann, der ein starkes Spiel gemacht hat, aber in der Schlussphase auch einen freien Wurf liegen ließ.

Generell zeigte sich Radic aber zufrieden mit 2018: „Die A-Jugend wurde deutscher Vizemeister. Wir haben uns in der starken Nordstaffel eingelebt, in der viele erfahrene Spieler unterwegs sind und professionell gearbeitet wird.“

Im letzten Spiel des Jahres gegen Bernburg führten die jungen Magdeburger nur einmal, als Max Neuhaus per Siebenmeter zum 1:0 traf. Bernburg zog über ein 4:2 (7. Minute) auf 11:8 (19.) und 17:13 (33.) durch Steffen Cieszynski nach 36 Minuten erstmals auf fünf Tore davon (19:14), sah auch Mitte der zweiten Halbzeit noch wie der sichere Sieger aus, als Nico Richter per Siebenmeter zum 23:18 für die Gäste traf.

Coach mit Saisonverlauf zufrieden

Obwohl es neun Niederlagen gab, ist Radic mit dem bisherigen Abschneiden einverstanden: „Die Jungs sind konstanter geworden, spielen mit breiterer Brust, sind auch cleverer.“ Der Gewinner des zu Ende gehenden Jahres ist für den Coach Max Neuhaus. „Er hat in den letzten zwei Jahren eine enorme Entwicklung genommen. Aber auch Niklas Danowski ist besser geworden, ist vorne wie hinten gut. Auch Justin Kurch und Hannes Bransche haben in der Abwehr zugelegt“, zog Radic ein erstes kurzes Fazit, hofft auf eine starke Rückrunde, die am 26. Januar gegen die HSG Ostsee weitergeht.