Magdeburg l Wie bei der Premiere 2004 werden die Sieger und Platzierten der einzelnen Läufe im Ziel an den Messehallen erwartet und gefeiert. Auch in diesem Jahr wird der Magdeburg Marathon von der Volkslaufgemeinschaft 1991 unter dem Motto „Von Läufern für Läufer“ organisiert. Lockte man einst mit dem Slogan „Zwischen Dom und Blauem Kreuz“, heißt es jetzt „Magdeburg ist grün“.

Allerdings werden der legendäre Weinberg bei Lostau und das Wasserstraßenkreuz aufgrund von Bauarbeiten seit 2016 nicht mehr angelaufen, ist der Magdeburg Marathon inzwischen ein echter City-Marathon. „Wir sind eine Gemeinschaft vieler netter Menschen aller Altersgruppen, die eine gemeinsame Leidenschaft haben – Laufen“, beschreibt Ralf Jäger (53) als Cheforganisator das Anliegen der Laufmacher von der VLG 91.

2004 hatte die Wolmirstedterin Petra Schultz den Lauf aus der Taufe gehoben, ehe sie nach vereinsinternen Querelen 2007 die VLG 91 verließ, um den Verein Magdeburger Laufkultur 08 zu gründen. Der organisiert mittlerweile den Ultra-Kanal-Lauf in Wolmirstedt sowie in der Landeshauptstadt den Osterlauf, Elbe-Brücken-Lauf und den mittlerweile 43. Magdeburger Silvesterlauf.

Von Läufern für Läufer

Obwohl fast nur Breitensportler am Start sind (Eger: „Wir kaufen keinen teuren Läufer ein, sind ein Lauf von Läufern für Läufer“), gibt es beachtliche Marathon-Ergebnisse. Die Bestzeit hält immer noch der Magdeburger Frank Schauer mit 2:31,10 Stunden.

Mit Jens Santruschek (Bestzeit 2:31,17), Jörg Richter, Yves Löbel und Paul Weinmann gibt es vier Doppelsieger. Bei den Frauen überquerte Siegrid Hoffmann sogar dreimal als Erste das Marathon-Ziel (2010, 2011 und 2017).

Mit 6000 Meldungen wurde 2016 ein Teilnehmerrekord erreicht. Bis Mittwoch lagen knapp 4800 Anmeldungen. „Wir stoßen langsam, aber sicher an unsere Kapazitätsgrenzen“, äußerte Lauf-Chef Eger bereits seine Bedenken, weiß aber auch in diesem Jahr eine große Helferschar um sich.