Magdeburg l Bei den Deutschen Schach-Jugendmesiterschaften ggingen auch zahlreiche Magdeburger in verschiedenen Altersklassen an den Start. Die besten Platzierungen schafften dabei Elina Heutling von den Schachzwergen, die in der Altersklasse U 12 weiblich Bronze gewann, sowie Fiona Sieber von Aufbau Elbe und Nathalie Wächter von Rochade, die in der Altersklasse U 18 weiblich die Plätze drei und vier belegten.

Kaderspieler Jonas Roseneck (Aufbau Elbe) konnte im vergangenen Jahr in der Altersklasse (AK) U 14 die Bronzemedaille erringen, musste diesmal in der bärenstarken AK U 16 antreten. Dort gelang ihm gleich zu Beginn ein Sieg gegen Emil Schmidek, dem Zweiten der Setzliste. Auch dem U-14-Meister von 2016, Luis Engel (Hamburger SK), konnte er Paroli bieten und eine Punkteteilung erkämpfen. Nach sechs gespielten Runden lag Roseneck mit 3,5 Punkten auf dem aussichtsreichen achten Platz. Doch anschließend lief für den Magdeburger nicht mehr viel zusammen und er rutschte mit gleich drei Niederlagen noch auf den Abschlussrang 18 ab.

Heutling startet mit drei Siegen

Elina Heutling (Schachzwerge) begann das U-12-weiblich-Turnier mit drei Siegen in Folge gegen zum Teil deutlich besser eingestufte Kontrahentinnen. Nach einem Remis in Runde 4 hatte Heutling in der nächsten Partie eine schöne Gewinnstellung mit Mehrfigur auf dem Brett. Jedoch fand sie den richtigen Plan nicht, so dass sie sich in besserer Stellung mit der Punkteteilung zufriedengab.

Die letzten beiden der insgesamt elf Runden dieser Altersklasse entschieden über die Medaillenvergabe. Heutling stand in ihrer vorletzten Partie gegen die Stuttgarterin Sijia Liu kritisch, tappte gleich zu Beginn in eine Eröffnungsfalle und hatte danach einen Bauern weniger. Im späteren Partieverlauf konnte Heutling jedoch erst eine Leichtfigur und schließlich sogar die Dame gewinnen, wonach sich Liu geschlagen gab.

Somit ging es in der Finalrunde zwischen Heutling und Leipzigerin Hannah Oswald um die Frage, wer als Siegerin auf das Podium springen kann. In der Eröffnung opferte Oswald einen Bauern, für den sie nicht genug Kompensation bekam. Heutling konnte ihre Stellung weiter verstärken, noch mehr Bauern gewinnen und schließlich ein gefährliches Freibauernpaar bilden, welches den Sieg und damit auch die Medaille bedeutete.

Ebenfalls eine Bronzemedaille gewann Fiona Sieber (Aufbau Elbe). Als Setzlistenerste und amtierende U-16-Europameisterin wollte die ehrgeizige Göttingerin, die seit zwei Jahren für Magdeburg am Schachbrett sitzt, aber ganz sicher mehr erreichen.

Sieber verspielt den Meistertitel

In der vierten Runde musste Sieber eine Niederlage gegen die spätere Titelträgerin Teodora Rogozenco (Hamburger SK) verkraften. Zwar gewann sie anschließend alle Partien der Runden fünf bis acht, kam aber nur bis auf einen halben Zähler an die Hamburgerin heran. Um die Titelchancen in der Abschlussrunde aufrecht zu erhalten, musste unbedingt ein Sieg gegen Nathalie Wächter (Rochade) gelingen. Doch hier überspannte Sieber den Bogen, was Wächter ausnutzte und somit selber noch auf den vierten Rang nach vorne rutschte.

Etwas unter den Erwartungen spielte Vereinskollege Benjamin Wagner (Aufbau Elbe), der zwar als Setzlistenzehnter ins U-14-Turnier ging, dem aber insgesamt nur drei Siege glückten. Mit 4,5 Punkten aus neun Partien belegte er den 28. Platz.

Die AK U 12 verlief aus Magdeburger Sicht hingegen sehr erfreulich. Im großen Teilnehmerfeld mit insgesamt 56 Startern platzierten sich die Schachzwerge Tobias Morgenstern als Achter und Til Joppich auf Rang 14 vorn. Beide kamen nach Punkten nur knapp hinter den Medaillenrängen ins Ziel.