Magdeburg l Bei der zum zweiten Mal durchgeführten Ehrung setzte sich der 1. TC Magdeburg (99 Punkte) klar vor Premierensieger TC Blau-Weiß Schönebeck (87) und der SG Einheit Stendal (84) durch.

Bis zum 31. Januar 2020 konnten sich die Vereine für das Jahr 2019 bewerben. Dabei spielte es keine Rolle, über welche Größe der Verein verfügt. Der Verband stellte klar, dass durch eine angepasste Gewichtung der abgefragten Bereiche die Chancengleichheit gegeben ist. Grundlage für die Bewertung des Vereins des Jahres war ein Bewerbungsformular, das den sich bewerbenden Verein in den Kategorien Vereinsstruktur, Ehrenamt/Vereinsleben, Leistungssport, Breitensport und einem sogenannten Gewichtsfaktor bewertete.

Sudenburger sind klarer Sieger

Von den zehn sich bewerbenden Vereinen setzte sich der 1. TCM, der bei der Premiere im vergangenen Jahr den dritten Rang belegte, in zwei Kategorien durch und landete ansonsten jeweils im Vorderfeld der zehn Bewerber. „Das ist eine schöne Sache, dass wir uns in diesem Wettbewerb durchsetzen konnten“, freute sich auch Sören Brauns (38), 1. Vorsitzender des 1. TC Magdeburg.

Brauns, der dem Verein seit September 2017 vorsteht, bestätigte, dass dieser Preis innerhalb des TCM einen hohen Stellenwert hat und der Verein bereits zum zweiten Mal „sehr gern daran teilgenommen hat“. Allerdings sei es sehr schade, „dass nur zehn von 80 Vereinen aus dem Landesverband sich beteiligten“.

Kriterien für alle

Dabei habe der Landesverband Kriterien herausgearbeitet, die es erlauben, Tennisvereine unterschiedlicher Größenordnungen zu vergleichen. „Auch das Bewerbungsmaterial ist sehr übersichtlich und ohne viel Arbeit auszufüllen.“ Zudem sei die „Teilnahme am Wettbewerb auch wichtig für das Vereins-Benchmarking“.

Für viele Tennisvereine stellen der zunehmende Wunsch nach Flexibilität, der demografische Wandel, Veränderungen der Social-Media-Welt und der ständige Wettbewerb mit konkurrierenden Freizeitanbietern eine große Herausforderung dar. Der Wettbewerb biete eine weitere Möglichkeit für die Vereine, sich zu analysieren, Maßnahmen zu ergreifen „Das wollen wir mit unserer Teilnahme ausnutzen“, hob Brauns weiter hervor.

Mehrere Faktoren sprechen für TCM

Für den TCM schlug dabei zu Buche, dass der Verein der mitgliederstärkste im Tennisverband ist. Zudem sammelte er Punkte als Gastgeber der Landesmeisterschaften der Altersklassen U 9, U 10, und U 14 sowie durch sechs Podestplätze bei den Titelkämpfen des TSA. Sportlich schlug weiter ins Gewicht, dass die Damen 30 in der Ostliga spielten und sich der Verein dreimal Landes-Mannschaftsmeister nennen konnte. Weitere Punkte gab es für die Teilnahme am Projekt „Deutschland spielt Tennis“, den Talentino-Club und die Kooperation mit der Tennisschule Ballplanet.

Apropos Tennisschule. Aktuell spielen im Verein 280 Mitglieder Tennis, „davon traditionell fast die Hälfte Kinder und Jugendliche“, berichtet Brauns stolz. Damit der Strom an jungen Nachwuchstalenten nicht abebbt, arbeite der TCM sehr eng mit der Tennisschule Ballplanet zusammen. „Das klappt aktuell wunderbar“, sagt Brauns.

Aktuell ist auch der TCM von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Zwar sei man im eingeschränkten Trainingsbetrieb. „Aber mit Abstandsregelung und ohne Wettbewerbe und Zuschauer.“

Verein hofft auf weitere Lockerungen

Allerdings lobt der oberste Tennisspieler des Sudenburger Vereins die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem hiesigen Gesundheitsamt. Nach der nunmehr verabschiedeten 6. Eindämmungsverordnung hofft Brauns darauf, „dass der Trainingsbetrieb in Zusammenarbeit mit der Stadt weiter modifiziert wird. Wir denken dabei daran, ob es möglich ist, zum einen eventuell die Sanitäranlagen wieder mit einzubeziehen und auch unseren Terassenbetrieb in Gang zu bringen. Auch wenn dieser mit Einschränkungen und Auflagen verbunden ist.“

In Bezug auf den Spielbetrieb sieht Brauns weiter den „Tennisverband Sachsen-Anhalt am Zug. Der Verband muss jetzt vorgeben, wie es weitergeht, ob die Saison abgebrochen oder nach hinten geschoben wird.“