Magdeburg l Nein, ein schönes Reiseziel ist das Stadion der Waggonbauer nicht. Jedenfalls nicht, wenn man Fußballer beim SV Fortuna ist. Trotzdem wird sich der Verbandsligist aus Magdeburg heute wieder auf die Reise in Halles Süden machen und ab 14 Uhr beim BSV Ammendorf gastieren. Ein Duell, in dem die Fronten eigentlich klar sind: Seit dem Aufstieg im Jahr 2016 war die Fortuna dort dreimal Gast, verlor jedes Mal (siehe Kasten rechts).

Hannemann kämpferisch

Der BSV Ammendorf, so viel verraten die Zahlen, ist so etwas wie der Fortuna-Angstgegner. Auch wenn Trainer Dirk Hannemann das verständlicherweise etwas anders sieht. „Das Schöne an Serien, gerade im Fußball, ist, dass sie einmal reißen. Warum sollte uns dass nicht heute Nachmittag gegen diesen Kontrahenten gelingen?“, fragt er.

Der Optimismus des Fortuna-Coaches fußt dabei zum einen auf der Leistungsbereitschaft seiner jungen Mannschaft, die bisher stets bis an die Erschöpfungsgrenze ging. Zum anderen auf der kleinen Serie seiner Elf. Die ist seit fünf Spielen ungeschlagen, hat nach dem durchwachsenen Saisonstart viel Selbstvertrauen getankt.

„Was vorher war, spielt keine Rolle mehr. Entscheidend ist das Heute und Jetzt, ein Nachdenken über die vergangenen Spiele in Ammendorf nicht lohnt.“

Was der Trainer erwartet

Hannemann ist davon überzeugt, „dass auf diesem großen Platz vieles möglich ist“. Im Mittelpunkt steht dabei, ob und wie es seine Mannschaft versteht, in die Zweikämpfe zu kommen. „Dann müssen wir diese 1:1-Situationen annehmen“, damit den Grundstock für eine starke Defensive legen. „Nach vorn ist dann immer was möglich, gerade bei diesen Platzverhältnissen.“

Dabei ist dem Magdeburger Trainer nicht entgangen, dass der BSV sowohl in der Offensive als auch der Defensive zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. „Allerdings erwartet man das auch von einer solch erfahrenen Mannschaft.“

Der BSV hatte sich selbst als Landesmeister wiederholt gegen einen Aufstieg in die Oberliga entschieden, gehört mit einer fest eingespielten Truppe daher seit Jahren zur Verbandsliga-Spitze. „Das muss jeder Verein für sich entscheiden“, sagt Hannemann. Und würde sich umso mehr freuen, diesem Gegner ein Bein zu stellen.