Magdeburg (vs/su) l Es waren Kleinigkeiten, die im Volleyball-Regionalliga-Stadtderby zwischen dem USC Magdeburg und der WSG Reform entscheidend waren. Der USC feierte schließlich einen 3:1 (26, 24, -24, 19)-Sieg gegen den Aufsteiger WSG Reform.

„Wir sind natürlich zufrieden, weil wir drei Punkte geholt und eine Niederlagenserie abgewendet haben. Mit der Spielweise bin ich aber nur bedingt einverstanden. Wir lösen uns zu häufig vom taktischen Konzept und lassen zu, dass technisch und körperlich unterlegene Mannschaften gegen uns im Spiel bleiben. Wir machen uns das Leben unnötig schwer“, sagte USC-Trainer Marko Schulz.

WSG-Coach nicht unzufrieden

Sein Gegenüber Steffen Schulz meinte: „Ich bin nicht unzufrieden. Wir hatten halt ein bisschen Pech. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn der verletzte Gunnar Griep einige Minuten mehr Einsatzzeit hätte bekommen können.“

Für beide Mannschaften war es in dieser Liga das erste Auf- einandertreffen in dieser Saison. Wobei die WSG, mit vielen ehemaligen USC-Akteuren besetzt, nach dem ersten Saisonsieg gegen Zossen mit viel Aufwind in das Duell ging.

Gäste bleiben dran

Die WSG begann stark, setzte durch Aufschläge von Norman Mierswa den USC-Annahmeriegel unter Druck – eine 7:3-Gästeführung war die Folge. Erst eine Serie guter Aufschläge durch Christopher Kirst brachte dem Gastgeber eine 13:9-Führung. Da sich der USC aber immer wieder Eigenfehler leistete, allein elf Aufschlagfehler gab es im ersten Satz, blieb die WSG dran.

Steigerung bringt den Heimsechser nach vorn

„Wir haben sie durch unsere Fehler wieder stark gemacht. Im Aufschlag waren wir am Anfang schlecht“, befand Trainer USC-Marko Schulz. Vor allem das stabile Sideout, das durch einen gut aufgelegten Libero Philipp Grau organisiert wurde, sorgte trotz der zahlreichen Fehler letztlich für den knappen 28:26-Erfolg im ersten Satz. „Bereits da waren es Kleinigkeiten, die uns den Erfolg kosteten. Schade, dass wir unseren Satzball nicht nutzten“, resümierte Steffen Schulz.

Auch der zweite Satz blieb umkämpft. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen entscheidenden Vorteil herausarbeiten. Während man auf der WSG-Bank recht zufrieden schien, waren die USC-Trainer Dennis Raab und Marko Schulz mit der Leistung der eigenen Spieler nicht einverstanden. „Wir haben häufig durch einzelne Akteure das taktische Konzept verlassen. So waren wir nur phasenweise erfolgreich“, betonte Letzterer.

Erneut Satzbälle nicht genutzt

Nach einem 8:11-Rückstand glich der USC zum 15:15 aus. Dann setzten sich die Gäste auf 24:22 ab, hatten zwei Satzbälle. „Erneut konnten wir diese aber nicht nutzen“, ärgerte sich Steffen Schulz. Der USC glich durch den jetzt beeindruckend aufspielenden Cedrik Moede zum 24:24 aus. Weitere zwei Eigenfehler der WSG brachten das 26:24 für den USC und die 2:0-Satzführung.

„Wieder waren es nur Nuancen, die uns fehlten. Wer weiß, wie der Satz ausgegangen wäre, hätten sich unsere Angreifer in den entscheidenden Situation anders entschieden, nicht so viel Pech in ihren Aktionen gehabt. Daher kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte der WSG-Verantwortliche Steffen Schulz.

Umkämpfter dritter Satz

Das Glück schien in Satz drei wieder zur WSG zurückzukehren. Zwar führte der USC mit 7:4, doch die WSG kämpfte sich wieder heran, ging beim 12:11 erstmals in Führung. Diese ließen sich die Gäste dann auch nicht mehr nehmen und brachten den Satz am Ende mit 26:24 nach Hause.

Die USC-Trainer mahnten ihre Spieler zu mehr Konsequenz und Konstanz in den eigenen Aktionen. Dieses Mahnen trug Früchte. Über ein 16:10 feierte der USC den 25:19-Satzsieg und ein 3:1.