Magdeburg l In der heimischen Dynamohalle an der Großen Diesdorfer Straße sind die WUM-Wasserballer in der 2. Liga Ost zumeist favorisiert. Doch morgen ist das gegen den SVW Plauen anders. Zu sehr dominieren die Westsachsen, die sich im vergangenen Sommer aufgrund eines Umbruchs im Verein freiwillig aus der Bundesliga zurückgezogen hatten, das Geschehen im Unterhaus, sind nach 14 Spielen noch ohne Verlustpunkt. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung gegenüber dem nicht aufstiegsberechtigten OSC Potsdam II, satte zehn Zähler liegen die Plauener vor Mitabsteiger Wedding.

Schulle: „Die spielen in einer anderen Liga!&

„Die spielen in einer anderen Liga, wollen nach einem Jahr der Konsolidierung wieder hoch”, sieht WUM-Chef Silvio Schulle die Rollen morgen klar verteilt. Der Wasserball Union Magdeburg gelang im Vorjahr zwar der Staffelsieg in der Landesgruppe Ost, doch verzichteten die Elbestädter auf einen möglichen Aufstieg.

In der laufenden Saison gab es einige unverhoffte Niederlagen, so dass die Eliteliga aktuell kein Thema ist, obwohl das WUM-Team personell fast unverändert ist. Der unplanmäßige Abgang der Trainer Japaridze und Mijokovic (Volksstimme berichtete) sorgte für einige Unruhe bei der WUM, die zudem verstärkt eigene Talente in das Männerteam einbauen will.

WUM-Trainersuche steht weiter im Fokus

Neben einem Platz möglichst unter den ersten vier im Endklassement, aktuell ist die WUM Fünfter, steht die Trainersuche derzeit im Fokus. „Wir brauchen einen neuen Trainer von außerhalb, der mindestens die A-Lizenz hat. Das ist aber schwierig bei unseren begrenzten Möglichkeiten“, so WUM-Präsident Schulle.

Der „Chef“ der WUM ist froh, dass sich aktuell Torwart-Oldie Detlef Klotzsch gemeinsam mit Tom Hagendorf und Sohn Lukas Schulle im Training um das Team kümmern. Doch ist das keine Dauerlösung. WUM-Urgestein Klotzsch, inzwischen 48, geht nur noch selten ins Tor. Mit Marco Böer, Nachwuchstalent Clement Wurl und Routinier Marco Schoder gibt es bei den Keepern fast ein Überangebot. „Wenn wir auf allen Positionen so gut besetzt wären, hätten wir keine Sorgen“, so Schulle senior.

Personalien treten in Hintergrund

Die Personalien treten morgen gegen Überflieger Plauen aber erst einmal in den Hintergrund. „Auch wenn wir als Außenseiter in die Partie gehen, wollen wir den Gästen das Leben so schwer wie möglich machen”, verspricht WUM-Kapitän Lukas Schulle, mit 44 Treffern aktuell bester Torschütze der Liga.

Das Hinspiel im Dezember im Vogtland hatten die Magdeburger mit 9:20 verloren. Mit den heimischen Fans, darunter sicherlich auch wieder zahlreiche Ultras des FCM, im Rücken, soll das Ergebnis diesmal möglich enger gehalten werden. Zudem gibt es auf Seiten der Gastgeber praktisch keine Ausfälle. Anschwimmen ist um 18 Uhr.